Doris Gutsmiedl-Schümann

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Studium

Doris Gutsmiedl-Schümann

3 Minuten Lesezeit

Ein geisteswissenschaftliches Studium bietet viele Möglichkeiten, den wissenschaftlichen Vortrag zu üben: Jedes Referat kann und sollte dazu genutzt werden. Wesentlich ist hierbei aus meiner Sicht, dass in den Lehrveranstaltungen auch Raum bleibt, um unterschiedliche Vortragstechniken auszuprobieren, und dass sowohl Lehrende als auch zuhörende Studierende konstruktives Feedback auf Vorträge geben.

Doch darum geht es mir heute nicht. Wie der Titel schon andeutet, setzt dieser Beitrag auf einer allgemeineren Ebene an. “Reden” ist hier nicht nur im Sinne von “Vortragen” gemeint, sondern sowohl im Sinne von “mit jemandem sprechen” als auch “vor jemandem sprechen” – ohne explizite Vorbereitung, ohne Skript und ohne Folien.

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

Die Vorlesungszeit des Sommersemesters steht vor der Tür, und damit beginnen bald auch wieder Lehrveranstaltungen, in denen Hausarbeiten geschrieben werden. Dies möchte ich zum Anlass nehmen, mit der “sukzessiven Hausarbeit” einen Weg vorzustellen, wie ich Studierende in meinen Seminaren ans Schreiben einer Seminararbeit heranführe.

Vorneweg etwas zu den Begriffen: Ich werde hier “Hausarbeit” und “Seminararbeit” als Bezeichnung für eine schriftliche Arbeit verwenden, die Studierende in der Regel als alleinige Autor*innen nach wissenschaftlichen Kriterien bis zu einem bestimmten Termin verfassen, und als Prüfungsleistung einreichen. Typischerweise haben diese Arbeiten einen Umfang zwischen 5 und 15 Seiten; häufig werden sie im Rahmen von Seminaren geschrieben. Oft, aber nicht zwingend, geht der Haus- oder Seminararbeit ein Referat zum gleichen Thema voraus, welches dann in der Prüfungsleistung verschriftlicht wird.

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Gedanken zu “Archäologie und Kommunikation: Warum Schweigen nicht immer Gold ist”, einem Beitrag von Carmen Löw im Archäologieblog von Der Standard.

Bei Recherchen wurde ich auf einen Beitrag von Carmen Löw vom 4.7.2019 aufmerksam: Unter der Überschrift “Warum Schweigen nicht immer Gold ist” schreibt die Autorin im vielbeachteten Archäologieblog der österreichischen Zeitung Der Standard zu Archäologie und Kommunikation – genauer gesagt, zu Archäologie und der Kommunikation mit Personen und Personengruppen außerhalb der Fachwissenschaft.

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung (WSVA) und des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (MOVA) vom 25. bis 29. September 2023 in Tübingen möchten wir heute die ersten Absolventinnen der Ur- und Frühgeschichte an der Eberhard Karls Universität vorstellen. Zugleich ist dies ein Blick in die Fachgeschichte der Ur- und Frühgeschichte, da u.a. mit einem Aufsatz von Sibylle Kästner, Viola Maier und Almut Schülke über die ersten Tübinger Prähistorikerinnen die systematische historiografische Forschung zu frühen Archäologinnen des Fachs begann.

Doris Gutsmiedl-Schümann

9 Minuten Lesezeit

Zum internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchten wir Eeuch heute die ersten Doktorandinnen in den Archäologien vorstellen.

Es war lange Zeit nicht selbstverständlich, dass Frauen und Mädchen studierenden durften – auch nicht in den Archäologien, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts als akademische Fächer an den Universitäten zu etablieren begannen. Erst seit dem frühen 20. Jahrhundert können wir in den archäologischen Fächern die ersten Studentinnen nachweisen. Da die reguläre Immatrikulation von Frauen an den meisten deutschen Universitäten noch nicht vorgesehen war, mussten sie sich als Gasthörerinnen einschreiben, und hatten dabei je nach Universität unterschiedliche Hürden zu überwinden. In der Regel mussten mindestens die Professoren der einzelnen Veranstaltungen, die die Frauen besuchen wollten, diesem Besuch zustimmen; manchmal mussten aber auch von der Fakultät oder der Universitätsleitung Genehmigungen eingeholt werden. Studieren war zudem teuer: Nur Frauen mit eigenem Vermögen oder aus begüterten Familien konnten sich ein Studium leisten. Regelabschluss eines Archäologiestudiums war damals die Promotion . Doch auch der Weg zum Hochschulstudium war für Frauen eigentlich nicht vorgesehen: Mädchen und junge Frauen waren von regulräer höherer Bildung ausgeschlossen, und konnten keine formalen Bildungsabschlüsse erreichen, die zum Studium berechtigten. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden durch private Initiativen Gymnasialkurse für Frauen, in denen sie sich darauf vorbereiten konnten, das Abitur als externe Prüflinge an regulären Gymnasien zu erwerben.

Rückblick auf das 4. Pandemiesemester:

Die Sicht der Studierenden nach Beginn der Vorlesungszeit

Doris Gutsmiedl-Schümann

8 Minuten Lesezeit

Nachdem die ersten 6 Wochen der Vorlesungszeit im 4. Pandemiesemester vergangen waren, wollte ich auch ein Stimmungsbild der Studierenden einholen. Hierzu habe ich eine digitale Pinnwand erstellt, auf der sie Kommentare hinterlassen konnten.

Vom 1. bis 8. Dezember 2021 habe ich den Studierenden in meinen Veranstaltungen die Möglichkeit gegeben, anonym auf einer Flinga-Pinnwand ein Stimmungsbild zum aktuellen Semester abzugeben. Hierzu habe ich zwei Fragen gestellt:

Wie haben Sie das Semester bisher erlebt? Welche Erwartungen haben Sie an die kommenden Wochen der Vorlesungszeit?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

In den letzten Wochen, während des Wintersemesters 2021/2022, war es sehr ruhig auf meinen Blog. Ansonsten aber ist mein archäologisch-akademisches Leben alles andere als ruhig verlaufen: Das 4. Pandemiesemester habe ich als das bisher anstrengendste Pandemiesemester empfunden. Dafür gab es unterschiedliche Gründe.

Auf der einen Seite wurde von meiner Universität für das Wintersemester die grundsätzliche Rückkehr zur Präsenz und damit Lehre vor Ort als bevorzugtes Format festgelegt. Auf der anderen Seite zeigten die vom RKI seit dem Spätsommer veröffentlichten steigenden Zahlen von Covid-19-Infektionen, dass für das Wintersemester mit einer neuen Welle in der Covid-19-Pandemie zu rechnen war. Leider stieg die Impfquote in der gleichen Zeit nur langsam an, so dass absehbar war, dass die neue Covid-19-Welle im Winter eine Überlastungsgefahr für das Gesundheitssystem mit sich bringen würde. Noch vor dem Beginn des Wintersemesters stelle sich mir also die Frage, ob sich die angestrebte Lehre vor Ort für die Dauer der Vorlesungszeit überhaupt durchführen lässt, oder ob wir nicht doch wieder in die digitale Lehre wechseln würden.

Präsenzfreies Semester (9):

Tonstudio statt Hörsaal

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Nach nunmehr schon fast zwei Semestern Online-Vorlesungen möchte ich auch hierzu von meinen persönlichen Erfahrungen schreiben.

Dass es auch im Falle von Vorlesungen nicht damit getan ist, einfach das, was ich als Lehrende sonst vor Studierenden im Hörsaal vortrage, den gleichen Studierenden in einem beliebigen Videochat mit geteilten Folien vorzutragen, war mir sehr schnell bewusst. Im April 2020 hatte ich dazu auch einen kurzen Thread auf Twitter verfasst.

Ich hatte vor einigen Jahren einmal für eine Übung das Konzept des sog. „inverted classroom“ oder „flipped classroom“ ausprobiert, und dafür auch kurze Lehrvideos erstellt. Für diese Videos habe ich die Aufzeichnungsfunktion in PowerPoint benutzt, und schnell die Nachteile dieser auf meinem Rechner bereits vorhandenen Möglichkeit kennengelernt: Da es nicht möglich ist, die Aufzeichnungen nachträglich zu ändern, sollte der Text fehlerfrei und ohne Fülllaute eingesprochen werden. Für mich bedeutete das, dass ich den Text des Lernvideos ausformulieren und das Vortragen proben und einüben musste – für jemanden wie mich, die sonst in der Regel mit Stichworten arbeitet und bei Vorträgen frei formuliert, ein ungewohnter und zeitraubender Arbeitsschritt.

Präsenzfreies Semester (8):

Kamera an? Kamera aus?

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

Gedanken zur synchronen Online-Lehre und zur Nutzung der Kamera in Videokonferenzen.

Das Sommersemester hat das Studium in kurzer Zeit auf den Kopf gestellt, und digitale Notfall-Lehre musste auf Grund der weltweiten Covid-19-Pandemie schnell und ohne große Vorbereitung umgesetzt werden. Inzwischen ist die Vorlesungszeit des Sommersemesters vorbei, und vielerorts wurde darüber gesprochen und geschrieben: Unter anderem auch im Hinblick auf das Wintersemester, in dem uns die digitale Lehre nach wie vor begleitet. Erstaunlich häufig wird hier – für mein Empfinden – die Kamera in Videokonferenzen thematisiert: Daher möchte ich hierzu einige meiner Gedanken teilen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (7):

Wie geht es den Studierenden nach dem Ende der Vorlesungszeit?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Zuletzt ist es hier auf diesem Blog ein wenig ruhiger geworden: Der universitäre Alltag des präsenzfreien Sommersemesters hatte mich voll im Griff, und ließ mir wenig Zeit, meine geplante Serie von Blogbeiträgen zu digitaler Lehre fortzusetzen. Nichtsdestotrotz habe ich die Studierenden zum Ende der Vorlesungszeit erneut befragt. Diesmal habe ich um Antworten auf zwei Fragenkomplexe gebeten:

  • Wie haben Sie das digitale Sommersemester erlebt? Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem digitalen Sommersemester mit?
  • Welche Erwartungen haben Sie an das kommende Wintersemester?

Die Antworten und Anmerkungen zu diesen Fragen möchte ich in diesem Beitrag vorstellen und aus meiner Sicht kommentieren.

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Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin