@echte_lehre ist ein kuratierter Twitter-Account, der jede Woche von einem oder einer anderen Lehrenden aus der Hochschullehre gestaltet wird. Vom 30.6. bis 6.7.2019 durfte ich hier aus meinem Alltag an der Freien Universität Berlin im Sommersemester 2019 berichten.
Dies ist ein Archiv meiner Tweets auf @echte_Lehre in der KW27, 2019:
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Guten Abend! Mit diesem Tweet möchte ich meine Woche auf @echte_Lehre beginnen - und möchte als erstes ein herzliches Dankeschön an @DrKEichhorn für die spannenden Einblicke und Diskussionsbeiträge in der vergangenen Woche sagen!
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Wenn ich nicht gerade hier bin, bin ich unter @archaeologiskop zu finden, und twittere dort über Themen aus Forschung und Lehre in der Prähistorischen Archäologie. Dazu betreibe ich unter archiskop.hypotheses.org auch einen Blog.
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Derzeit bin ich am Institut für Prähistorische Archäologie der @FU_Berlin tätig. Morgen startet dort die vorletzte Woche der Vorlesungszeit im Sommersemester.
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Zum Einstieg noch ein paar Worte zu meiner Disziplin: Prähistorische Archäologie wird andernorts auch als Ur- bzw. Vor- und Frühgeschichte oder Ur- bzw. Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie bezeichnet. Zur Erklärung der Begriffe siehe auch z.B. dguf.de/142.html
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Ich lehre also in einer Archäologie. Wahrscheinlich hat jede*r ein Bild vor Augen, wenn es um Archäologie oder Archäolog*innen geht. Ich bin gespannt, ob sich dieses Bild im Laufe der kommenden Woche vielleicht etwas verändern wird :-)
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Studieninteressierte, die prähistorische Archäologie studierenden möchten, stehen oftmals vor dem Problem, dass ihr Wunschfach an unterschiedlichen Universitäten unter verschiedenen Bezeichnungen und in unterschiedlichen Fächerkombinationen angeboten wird:
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Wenn Prähistorische Archäologie oder Vor- und Frühgeschichte o.ä. nicht als einzeln studierbares Fach verfügbar sind, dann verbergen sie sich oft in altertumswissenschaftlichen oder archäologischen Kombinationsstudiengängen, wie z.B. unter archiskop.hypotheses.org/359 zusammengestelltPrähistorische Archäologie oder archäologische Wissenschaften? Vor- und Frühgeschichte oder Altertumswissenschaften?
Wer sich für prähistorische Archäologie interessiert, und dieses Interesse zum Anlass nehmen möchte, ein passendes Bachelorstudium zu wählen, steht meist vor dem Problem, dass es mitunter nicht nur unterschiedliche Namen für ein und dasselbe akademische Fach gibt, sondern steht auch … Weiterlesen → -
Guten Morgen! Bei schönem Sommerwetter geht es in die vorletzte Woche der Vorlesungszeit. Heute Vormittag möchte ich zunächst die Studiengänge vorstellen, in denen ich lehre, und etwas zu meinem fachlichen Hintergrund schreiben, da Forschung und Lehre bei mir eng zusammenhängen
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Prähistorische Archäologie ist nur eines von unterschiedlichen archäologischen Fächern, die an dt. Universitäten vertreten sind: Andere sind z.B. Klassische Archäologie, Provinzialrömische Archäologie oder Mittelalter- und Neuzeitarchäologie
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Zur Zeit der Magister- und Diplomstudiengänge war es in der Regel möglich, jede dieser Archäologien separat als Studienfach zu wählen, und sie mitunter untereinander oder mit anderen Fächern zu kombinieren
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Seit der Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge ist das Feld der Studiengänge deutlich diverser: Mancherorts wurden arch. Fächer auch zu übergreifenden, altertumswissenschaftlichen Studiengängen zusammengefasst - siehe auch twitter.com/echte_Lehre/status/1145409767466242048?s=20 …
Mathias Magdowski @echte_lehre on Twitter
“Wenn Prähistorische Archäologie oder Vor- und Frühgeschichte o.ä. nicht als einzeln studierbares Fach verfügbar sind, dann verbergen sie sich oft in altertumswissenschaftlichen oder archäologischen Kombinationsstudiengängen, wie z.B. unter https://t.co/AGn80YbHcX zusammengestellt”
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An der @FU_Berlin kann Prähistorische Archäologie als Schwerpunkt im B.A. Altertumswissenschaften studiert werden: Hier wurden Prähistorische Archäologie, Klassische Archäologie, Ägyptologie, Vorderasiatische Archäologie u. Altorientalistik zu einem Studiengang kombiniert
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Studierende erwerben 48 LP im von allen Fächern gemeinsam gestalteten integrativen Bereich, 60 LP + 12 LP im gewählten Schwerpunkt, 30 LP im Bereich der allg. Berufsvorbereitung (ABV) und in 30 LP können sie im affinen Bereich in benachbarten Fächern ihren Horizont erweitern
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Für mich als Lehrende ist also auch wichtig, zu wissen, in welchem/n Bereich/en meine Veranstaltung angeboten wird: Ist z.B. nur mit Studierende eines Schwerpunkts zu rechnen, oder können Studierende die Veranstaltung auch im affinen Bereich belegen?
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Je nachdem kann sich gerade in höheren Semestern das Vorwissen der Studierenden stark unterscheiden - und sie können sehr unterschiedliche Perspektiven in eine Veranstaltung einbringen
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Womit beschäftigt sich die prähistorische Archäologie? Es fällt nicht leicht, hier eine kurze Beschreibung zu finden - ich versuche es aber trotzdem:
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Gegenstand der Prähistorischen Archäologie ist die Geschichte der Menschheit auf Basis von materiellen bzw. nicht-schriftlichen Quellen vom ersten Auftreten früher Menschenformen bis zum nennenswerten Einsetzen schriftlicher Überlieferung (bei uns: i.d.R. ab frühem Mittelalter)
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Die Übergänge zur zeitlich nachfolgenden Mittelalter- und Neuzeitarchäologie sowie anderen benachbarten Archäologien sind dabei oft fließend
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Innerhalb der Prähistorischen Archäologie gibt es verschiedene Forschungsschwerpunkte: Meine liegen - kurz zusammengefasst - zeitlich im 1. Jt. n.Chr. , geographisch in Mittel- und Nordeuropa
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In der Lehre - insbesondere in einführenden Veranstaltungen - gehe ich aber auch deutlich darüber hinaus. Grob zusammengefasst würde ich es so umschreiben: das Spektrum, aus dem die Themen und Beispiele stammen, ist umso breiter, je einführender die Lehrveranstaltung ist
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Studienanfänger*innen kommen auf der einen Seite mit eher wenigen fachbezogenen Vorkenntnissen ins Studium: Es gibt in der Regel kein Schulfach "Archäologie", auf das das Studium aufbauen könnte (Ausnahme: wenige Schulen in Bayern sueddeutsche.de/bayern/bildung-vom-alltag-in-die-antike-1.3577861 …)Schulen in Bayern bieten Schulfach Archäologie an
Mehr als 20 Schulen in Bayern bieten inzwischen Archäologie an. Ohne Notendruck geht es hier um die ganz großen geschichtlichen Bögen. -
Studienanfänger*innen bringen auf der anderen Seite aber individuell unterschiedliche Kenntnisse und Fähigkeiten mit, die sich auch im Archäologiestudium gewinnbringend nutzen lassen: Die Herausforderung für Lehrende ist, möglichst viele Anknüpfungspunkte dafür zu schaffen
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Nach meiner Beobachtung stellt das Studium der Prähistorischen Archäologie Studienanfänger*innen vor drei große Herausforderungen:
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1) Studienanfänger*innen stehen einer Vielzahl von materiellen bzw. nicht-schriftlichen Quellen, v.a. in Form von visuellen bzw. bildlichen Repräsentationen gegenüber. Der Umgang damit muss eingeübt werden und der damit verbundene Aufbau visueller Kompetenzen muss erst erfolgen
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2) Studienanfänger*innen sind in der Archäologie wirkliche Anfänger*innen: Dies kann der Erfahrung des bestandenen Abiturs oder einer Ausbildung demotivieren. Umso wichtiger ist es, dass Erfolgserlebnisse im Studium für Motivation sorgen
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3) Studienanfänger*innen haben konkrete Vorstellungen von archäologischer Arbeit, und haben konkrete Bilder zu vergangenen Zeiten im Kopf: Beides ist i.d.R. von populären Medien geprägt, und mitunter recht einseitig. Diese Bilder in Frage zu stellen, führt häufig zu Irritationen
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Ich halte es dabei durchaus für eine wichtige Aufgabe eines geisteswissenschaftlichen Studiums, Vorstellungen in Frage zu stellen und zu irritieren, um Studierende dazu zu bringen, Fragen zu stellen, und Vorstellungen und Bilder zu hinterfragen
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Meine Dissertation habe ich z.B. über ein frühmittelalterliches Gräberfeld geschrieben: Anhand von Grabanalysen habe ich mich u.a. Aspekten der Sozialstruktur einer ländlichen Bevölkerung des 6./7. Jh. n.Chr. genähert: lisa.gerda-henkel-stiftung.de/vergrabene_geschichten?nav_id=4330 …"Vergrabene Geschichten" | L.I.S.A. WISSENSCHAFTSPORTAL GERDA HENKEL STIFTUNG
Wie bringt man archäologische Funde und Befunde zum Sprechen? Die Archäologin Doris Gutsmiedl-Schümann hat die Funde eines frühmittelalterlichen Gräberfelds im bayerischen Aschheim im Rahmen ihrer Dissertation untersucht, und zusammen mit dem Bonner Journalisten und Sprecher Jens Jensen zu den Ergebnissen dieser Arbeit die Audioslideshow "Vergrabene Geschichten" erstellt. -
In diesen Kontext passt z.B. auch das Seminar, das ich heute Nachmittag mit Prof. Elke Kaiser (FU Berlin) und Prof. Franz Schopper (Landesarchäologe Brandenburg) gebe: "Archäologie verfilmt" fu-berlin.de/vv/de/lv/510531?query=Arch%C3%A4ologie+verfilmt&sm=458207 …
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In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Formen und Varianten von Dokumentarfilmen zu archäologischen Themen, die wir in regelmäßigen Seminarsitzungen analysieren und diskutieren
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Damit die Teilnehmer*innen in der Gruppe zu Semesterbeginn schnell einen Grundstock an Expertise für ein für sie neues Thema aufbauen, fasst jede*r einen Artikel zum Thema in einem 5-minütigen Kurzvortrag zusammen, und erstellt für alle eine 1-seitiges Handout
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Darüber hinaus gibt es zu jeder Sitzung einführendes Material, das alle vorbereitet haben sollten. Dieses Material wird auch über unsere e-campus Plattform bereitgestellt
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Im Laufe des Semesters gab es zwei ergänzende Gastvorträge: Einen von dem Filmemacher Thomas Claus ( vimeo.com/user47001699 ), der aus seiner Berufspraxis berichtete, und einen von dem Historiker Georg Koch @NegaTivReCorD, der die Ergebnisse seiner Dissertation vorstellteThomas Claus
Zu meinen Themenschwerpunkten zählen Kunst- und Zeitgeschichte, Alte Geschichte und Archäologie. Neben Kurzfilmen, Dokus und Porträts entstanden zeitgeschichtliche… -
Die ist übrigens gerade als Buch erschienen: Georg Koch, Funde und Fiktionen. Urgeschichte im deutschen und britischen Fernsehen seit den 1950er Jahren: twitter.com/NegaTivReCorD/status/1138557422304473089?s=20 …
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Wir nähern uns unterschiedlichen Beispielen auf unterschiedlichen Wegen: Einmal haben wir z.B. die Studierenden in 4 Gruppen eingeteilt: Sie sollten aus der Perspektive von Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Programmgestalter*innen und Zuschauer*innen "Tatort Eulau" ansehen...
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… und anschließend aus dieser Perspektive über gelungene und weniger gelungene Aspekte der Dokumentation diskutieren. Hier der Versuch einer Zusammenfassung:
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Weitere Sitzungen beinhalteten u.a. "Doku-Soaps" und "Living History", einen Erfahrungsbericht von Prof. Schopper zu den Jahresfilmen der Landesarchäologie Brandenburg (wie z.B. vimeo.com/315775744 ) oder filmische Dokumentation experimenteller ArchäologieArchäologie in Brandenburg - Momentaufnahmen 2018
Im 13. Film über die Landesarchäologie in Brandenburg werden sieben archäologische Grabungen vorgestellt: Altlandsberg, Dahme/Mark, Kienbaum, Hornow,… -
Um herauszufinden, was Zuschauer*innen ohne fachlichen Hintergrund von Dokumentarfilmen erwarten, haben die Studierenden einen Fragebogen entwickelt, und haben damit auf der Langen Nacht der Wissenschaft Besucher*innen befragt lndw19.de/programmpunkt/28868 …
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In der heutigen Sitzung werden Studierende ihre Filmkritiken zu ausgewählten Dokumentarfilmen präsentieren: Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Bewertungen!
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Guten Morgen! Zum Einstieg heute erst einmal einen kurzen Rückblick auf das gestrige Seminar "Archäologie verfilmt" und auf typische Darstellungen von Archäologie bzw. Archäolog*innen:
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An unterschiedlichen Beispielen haben Studierende immer wieder herausgearbeitet, dass Archäologie ist in der öffentlichen Wahrnehmung stark mit dem Aspekt "Ausgrabung" verbunden ist.
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Typisch sind Aufnahmen, in denen Archäolog*innen dabei zu sehen sind, wie sie mit Kelle oder Pinsel ein Artefakt oder Teile eines Skeletts freizulegen - häufig unmittelbar bevor jemand eine Interpretation der Fundstelle bietet.
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Die Experten, die dabei zu Wort kommen, sind dabei oft männlich und nicht mehr ganz jung. Erst in neuesten Produktionen ändert sich dieses Bild, hin zu einer größeren Diversität der Expert*innen; insbesondere kommen inzwischen mehr Frauen zu Wort #FemArc #diversityinarchaeology
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Meist werden die nach der Freilegung typischerweise folgenden Arbeitsschritte nicht oder nur sehr verkürzt gezeigt: Einmessen, Zeichnen bzw. Dokumentieren und Verpacken der Funde, Konservierung und Restaurierung der Funde, wissenschaftliche Bearbeitung und Auswertung...
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…. Interpretation der Funde und Befunde auf Basis archäologischer Theorien, Kommunikation und Publikation der Ergebnisse innerhalb der Wissenschaft und in die Öffentlichkeit, ggf. Ausstellung in einem Museum
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Was heißt das nun aber für Archäologiestudiengänge? Wenn die Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit ist, dass Archäolog*innen v.a. archäologische Ausgrabungen durchführen, dann dürfte dies auch für Studieninteressierte zutreffen, die ja Teil der Öffentlichkeit sind.
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Werden daher von Studieninteressierten vielleicht Archäologiestudiengänge mit einem hohen Anteil an Ausgrabungspraktika - bewusst oder unbewusst - bevorzugt? Welche anderen typischen Tätigkeitsbereiche werden im Archäologiestudium durch Praktika erkundet?
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Eine Durchsicht der Studien- und Prüfungsordnungen von Bachelorstudiengängen der Prähistorischen Archäologie zeigt, dass Praktika im Bereich "Prospektion und Ausgrabung" in allen Studiengängen vorgesehen sind - teils verpflichtend, teils freiwillig (weiße Signaturen)
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Zu Erläuterungen zu Prospektion und archäologische Ausgrabung kann ich z.B. ein Video von @anarchaeologie empfehlen: youtu.be/zognRWCJPm8Archäologische Ausgrabungen einfach erklärt
In diesem Video erklären wir Euch, wie archäologische Ausgrabungen ablaufen und was dabei wichtig zu beachten ist. Weiterführende Literatur und Quellen zu un... -
Auch auf praehistorische-archaeologie.de finden sich zu archäologischen Themen wie z.B. Prospektion und Ausgrabung gut aufbereitete und verständliche Beiträge: z.B.praehistorische-archaeologie.de/wissen/grabungen/prospektion/archaeologische-prospektion …Startseite zur Prähistorischen Archäologie
praehistorische-archaeologie.de - Alles Wichtige zur Vor und Frühgeschichte mit einem umfangreichen Wissensbereich, Bilddatenbank, Quiz, Blog, Forum, Wiki uvm. -
Eine Durchsicht der Studien- und Prüfungsordnungen von B.A.-Studiengängen der Prähistorischen Archäologie nach Praktika in Museum und Ausstellung als anderem typischem Tätigkeitsfeld zeigt aber, dass dies nicht in allen Studiengängen durch Praktika erkundet werden kann
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Museumspraktika sind zudem deutlich seltener verpflichtend (schwarze Signaturen), und haben oft einen geringeren Umfang als Ausgrabungspraktika.
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Darüber hinaus scheinen unterschiedliche pädagogische Ansätze hinter Ausgrabungs- bzw. Museumspraktika zu stehen: Prospektion und archäologische Ausgrabung sollen Studierenden i.d.R. dadurch lernen, dass sie selbst prospektieren und ausgraben...
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Museums- und Ausstellungstätigkeit sollen Studierende dadurch kennen lernen, dass sie sich damit auseinandersetzen, wie Andere Museen und Ausstellungen gestaltet haben.
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Nur selten bieten Praktika im Studium explizit die Möglichkeit, auch andere Tätigkeitsbereiche wie z.B. Redaktionstätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit oder Wissenschaftskommunikation zu erkunden - diese Tätigkeitsbereiche können sich Studierende nur durch Eigeninitiative erschließen
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Ein Beitrag von mir dazu, und wie sich diese Betonung von Ausgrabung und Feldforschung auf die Diversität der Studierenden auswirkt, befindet sich derzeit in einem Tagungsband des @SFB1266 im Druck: twitter.com/julia_k_koch/status/1141611927455653889?s=20 … @julia_k_koch @archaeologiskop
Julia Katharina Koch on Twitter
“Yeah! First great step in editorial process: all files are now at Sidestone - I’m courios about the proof: Gender Transformations in Prehistoric and Archaic Societies https://t.co/dqFi8pqJi9”
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Heute Vormittag geht es weiter mit einem weiteren Seminar: "Digitales Storytelling als Mittel der Archäologievermittlung". Da auch Studierende aus anderen Fächern wie Geschichtswissenschaft oder Japanologie teilnehmen, müsste der Titel nun eigentlich etwas weiter gefasst sein
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In diesem Seminar nutzen die Studierenden Twine ( twinery.org ), um damit nicht-lineare Texte zu erstellen und nach dem Vorbild von Textadventures Wissenschaftskommunikation zu betreiben.
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Die Teilnehmer*innen haben hier im Laufe des Semesters eigene Projekte entwickelt. Das Seminar hat durch wöchentliche Sitzungen mit Themen wie "Spiele(n) im Bildungsbereich", "Wortwahl und assoziierte Bilder", "Zeitverständnis", "Stereotype" oder "Narrative" Hintergrund geboten
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Seit zwei Wochen präsentieren die Studierenden ihre aktuellen Arbeitsstände. Dabei sollen sie ihr Konzept vorstellen, den zurückliegenden Arbeitsverlauf beschreiben und dabei auf Probleme und gefundene Lösungen eingehen, und die fehlenden Schritte zur Fertigstellung aufzeigen
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Ziel soll sein, die Projekte in der vorlesungsfreien Zeit fertigzustellen. Ich bin nun sehr neugierig auf die drei für heute angekündigten Projektpräsentationen!
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Und falls jemand Twine selbst ausprobieren möchte: Die Einführungen unter adamhammond.com/twineguide und www-users.york.ac.uk/~tas509/TwineDevelopment/Twine%20Development.html … finde ich persönlich sehr hilfreich
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Zurück aus dem Seminar, in dem spannende Projektideen präsentiert wurden, u.a. zum bronzezeitlichen Mykene und zur Gletschermumie Ötzi - was mich auf ein anderes Thema zur Lehre in den Archäologien bringt, das mich bewegt: Der angemessene Umgang mit Gräbern und Bestatteten.
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Früher habe ich mir dazu wenig Gedanken gemacht: Skelette als Reliquien (wie z.B. twitter.com/SmithsonianMag/status/756716392389480448?s=20 …) etwa kannte ich aus Kirchen, und waren für mich als Kind "normal".Smithsonian Magazine on Twitter
“Meet the fantastically bejeweled skeletons of Catholicism's forgotten martyrs. https://t.co/UGaZZyZqnO” -
Die erste archäologische Ausgrabung, auf der ich als Schülerin ein Praktikum gemacht habe, war ein frühmittelalterliches Gräberfeld, auf dem wir ca. 200 Körpergräber (also Skelette und ihre Grabausstattung) freigelegt haben.
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Im Studium wurden wir in das Thema Gräber und Bestattungen ohne besondere Hinführung auch einfach so hineingeworfen. Daher hatte ich wenig Anlass, diese Praxis zu überdenken: Ich kannte es ja nicht anders, und empfand es auch nicht als problematisch.
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2016 erregte Aufsehen, dass das UCL für Studierende der Archäologien "trigger warnings" einführte, bevor Skelette o.ä. gezeigt wurden. @lshipley805 hat in ihren Blogs die Aufregung darum in den Medien und die Maßnahme selbst ausgewogen besprochen lucyshipleywritesthepast.wordpress.com/2016/09/26/confessional-bones-are-scary …Confessional: Bones are Scary
So there’s been a little hoo-ha in the press this week about a trigger warning for archaeology students at UCL. I posted about trigger warnings and why they are important on my old blog- you … -
Dies war für mich der Anlaß, meine eigene Lehre im Bezug auf Grabbefunde kritisch zu hinterfragen. Gräberarchäologie ist einer meiner Forschungsschwerpunkte, daher kommen Gräber und Bestattungen häufig in meinen Veranstaltungen vor.
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Was bedeutet es für Studierende, die selbst noch nie auf einer Beerdigung waren, und sich noch nie mit dem Thema Tod auseinandersetzen mussten, wenn sie ohne Vorwarnung oder Kontextualisierung in Lehrveranstaltungen auf einmal mit Toten, Skeletten oder Mumien konfrontiert sind?
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Gräber sind wichtige Quellen in der Prähistorischen Archäologie, daher kann ich auf das Thema in der Lehre nicht verzichten. Inzwischen leite ich jedoch Sitzungen oder Veranstaltungen zu Grabbefunden ausführlich ein, etwa indem ich den kulturspezifischen Umgang mit Tod anspreche
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und Phänomene wie Übergangsriten oder Vorstellungen von Folgewelten thematisiere. Erst nachdem durch die Phänomene rund um Tod und Bestattung Kontext zum Thema Grab hergestellt wurde, gehe ich auf Grabbefunde ein
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Was nicht fehlen darf, sind Beispiele für angemessenen Umgang mit Skeletten aus archäologischen Ausgrabungen: Ein besonders gutes Beispiel ist hier die Gruft auf dem Aschheimer Gemeindefriedhof academia.edu/35491791/Piet%C3%A4tvolle_Aufbewahrung_menschlicher_Skelette_Die_Gruft_auf_dem_Aschheimer_Gemeindefriedhof._In_Das_arch%C3%A4ologische_Jahr_in_Bayern_2008_2009_S._174-175 …Pietätvolle Aufbewahrung menschlicher Skelette: Die Gruft auf dem Aschheimer Gemeindefriedhof. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2008, 2009, S. 174-175.
Kurze Vorstellung der Lösung, die die Gemeinde Aschheim gefunden hat, um menschliche Skelette aus archäologischen Ausgrabungen sach- und fachgerecht aufzubewahren. -
Dass sich auch Studierende einen anderen Umgang mit dem Thema wünschen, zeigt der Beitrag "Archäologie braucht Ethik! Ein Werkstattbericht als Diskussionsaufruf" doi.org/10.11588/ai.2018.0.56954 …
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... Studierenden (und Lehrende) können dort auch Objekte, Funde und Befunde, die im Hörsaal nur als Bilder gezeigt werden, im Original betrachten, analysieren und bestimmen.
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Heute morgen bereite ich mich auf die kommende Sitzung des Seminars "Mehr als Schätze und Abenteuer: Öffentlich kommunizieren in den Altertumswissenschaften" topoi.org/event/48230 mit @notizbuch und @hauke75 vor. Unser Thema heute: Museen und Ausstellungen. @archaeologiskop
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Die heutige Veranstaltung wollte ich nicht vorab vorstellen - um für die Studierenden, die hier mitlesen, nicht zu spoilern ;-)
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Thema der heutigen Sitzung im Seminar "Mehr als Schätze und Abenteuer: Öffentlich kommunizieren in den Altertumswissenschaften" waren Museen und Ausstellungen als Medien zur Wissenschaftskommunikation. Hier nun ein paar Gedanken dazu...
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Das ist vielleicht nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt, wenn es um Wissenschaftskommunikation geht; Ausstellungen können aber auch als ein althergebrachter Weg der Wissenschaftskommunikation gesehen werden
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In jeder Sitzung stellen Studierenden in Kurzvorträgen von max. 5 Minuten ein Projekt zur Wissenschaftskommunikation vor und bewerten es: Heute wurden die Ausstellung "Das Monster unter uns" (fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_096-ausstellung-monster-unter-uns/index.html …) und "Wiki goes MEK" besprochen (smb.museum/nachrichten/detail/wiki-goes-mek-20.html …)Das Monster unter uns
Ausstellung von Studierenden der Freien Universität Berlin öffnet am 15. April 2019/ öffentliche Führung am 16. Mai 2019 -
Zur Vorbereitung der heutigen Sitzung sollten die Studierenden Reviews zur neuen Wikinger-Ausstellung "Meet the Vikings" im Nationalmuseum Kopenhagen lesen, die einige Fragen zur zeitgemäßen Vermittlung in Museen aufgeworfen haben: Die Texte dienten als Einstieg in die Diskussion
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Im dritten Teil des Seminars sollten die Studierenden in Gruppen die Kommunikation einiger Museen auf Grund von deren Webseiten und Social-Media-Aktivitäten beurteilen - und dabei das Anwenden, was sie im Laufe des Semesters zur Wissenschaftskommunikation gelernt haben.
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Am heutigen Seminar nehmen auch Masterstudierende teil, daher möchte ich den Masterstudiengang Prähistorische Archäologie der @FU_Berlin und Aspekte von Berufsorientierung und Wissenschaftskommunikation im Masterstudiengang ebenfalls vorstellen
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Im Gegensatz zum B.A. Altertumswissenschaften, Schwerpunkt Prähistorische Archäologie, ist der Masterstudiengang eher traditionell aufgebaut: Studierende erwerben 75 LP (inkl. Masterarbeit) im fachlichen Bereich, und erweitern im komplementären Bereich von 15 LP ihren Horizont
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Berufsorientierung ist für viele Studierende in B.A. und M.A. archäologischer Fächer ein großes Thema, daher bin ich sehr dafür, es strukturiert in Studiengänge aufzunehmen. In unserem Masterstudiengang kann dies in mindestens zwei Modulen gelingen:
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Zum einen im "Praktischen Modul": Hier sollen die Studierenden ein Praktikum im Bereich Prospektion und Ausgrabung machen, ein zweites in einem anderen Bereich archäologischer Tätigkeit: Im Museum, in der Denkmalpflege, in einem Fachverlag o.ä.
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Zusätzlich sieht das Modulhandbuch ein Seminar von 2 SWS vor: Hierzu habe ich eine auf 3 Tage Blockseminar angelegte Veranstaltung unter dem Titel "Themen der Arbeitswelt" entworfen. Ausführlich habe ich hierzu unter archiskop.hypotheses.org/386 geschrieben @archaologiskopBerufsorientierung im Studium
Wie stark ist in der #Archäologie heute der Gedanke: "Wer (im klassischen Sinne) rausgeht aus dem Fach, der ist ein Looser"? Gilt auch heute noch "nur die Harten bleib'n im Garten", egal, ob die dann u. U. #unbezahlt arbeiten müssen? … Weiterlesen → -
Pro Tag werden in der Veranstaltung zwei Themen besprochen; bis auf das erste Thema - "Wie sieht die archäologische Arbeitswelt aus?" - können die Studierenden die weiteren Themen in einer Vorbesprechung wählen oder eigene Themen vorschlagen.
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Zur Wahl stehende Themen sind
- Macht und Hierarchien
- das Spannungsfeld von Denkmalpflege und archäologischer Forschung
- Publizieren und Begutachten
- Veränderungen gestalten ("Change Management")
- Kommunikation, auch in schwierigen Situationen
- Motivation
- Vermittlung -
Zusätzlich sollen die Studierenden von ihren eigenen praktischen Erfahrungen berichten: Dabei sollen sie nicht nur vorstelen, was sie gemacht haben, sondern sich auch eine Situation heraussuchen, die sie als problematisch empfunden haben, oder wo sie nicht recht weiter wussten
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Diese Situation sollen sie reflektieren und darlegen, wie sie reagiert haben, und wie sie reagieren würden, wenn sie wieder in eine solche Situation kommen. Mein Gedanke dahinter war, dass die Studierenden so im Seminar unterschiedliche Handlungsoptionen durchdenken können....
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… um bei Bedarf wieder darauf zugreifen zu können und Handlungsoptionen zur Verfügung zu haben. Das kann aber nur funktionieren, wenn sich die Studierenden wirklich frei äußern: Daher sichern sie sich gegenseitig und der Dozentin Vertraulichkeit zu.
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Am Ende der drei Seminartage wurde dann hoffentlich folgendes erreicht:
- Die Studierenden können anhand der besprochenen Themenkomplexe und auf Grund der Diskussionen zu den Vorträgen und vorgestellten problematischen Situationen ihre eigenen Stärken und Schwächen beurteilen -
- Die Studierenden werden dazu angeregt, über konkrete berufliche Ziele, egal ob fachlich, fachnah oder fachfern, nachzudenken, und sich der Vor- und Nachteile von beruflichen Richtungen bewusst zu werden
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- Die Studierenden werden dazu angeregt, darüber nachzudenken, welche Kompetenzen und Qualifikationen sie zum Erreichen ihrer individuellen beruflichen Ziele bereits haben, und welche sie noch erwerben sollten bzw. müssten
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- Durch die Diskussion der archäologischen Beispiele erweitern die Studierenden ihren fachlichen Horizont
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In diesem Seminar erscheint es mir zudem wichtig, die unterschiedlichen fachlichen, fachnahen und fachfernen Berufsfelder gleichwertig neben einander stehenzulassen, keiner Richtung einen Vorzug zu geben und. darauf hinzuweisen, dass auch im Studium nur Ausschnitte gezeigt werden
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Das zweite Modul, in dem in gewisser Weise Berufsorientierung möglich ist, nennt sich "Wissenschaftliche Präsentation und Diskussion": Darin gestalten und organisieren Studierende zu einem Thema ein öffentliches Kolloquium, auf dem sie auch Vorträge für nicht-Fachleute halten...
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… und für ein Kolloquiumsheft kurze, populärwissenschaftliche Artikel schreiben.
Das Kolloquium wird im Semester durch ein Seminar vorbereitet, in dem sich die Studierenden wissenschaftlich mit dem Oberthema auseinandersetzen und Themen für Ihre Vorträge und Artikel suchen. -
Themen der vergangenen Jahre waren z.B. "Krankeit und Gesundheit in der Vorgeschichte", "Kleider machen Leute... zu Kleidung und Kleidungsrekonstruktion aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit" oder "Speise und Trank in der Vorgeschichte"
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Die Studierenden sind dabei sowohl für den Inhalt, als auch für die organisatorische Umsetzung, Werbung o.ä. zuständig, und erfahren so viel über Veranstaltungsmanagement. Zudem übernehmen die Studierenden die Redaktion, Gestaltung und Produktion des Kolloquiumshefts
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Ein Beispiel für so ein Kolloquiumsheft haben die Studierenden, die Texte zu Kleidung und Kleidungsrekonstruktion verfasst haben, auf academia.edu eingestellt:academia.edu/37805469/Kleider_machen_Leute_Kleidung_in_der_Vor-und_Fr%C3%BChgeschichte …Kleider machen Leute: Kleidung in der Vor-und Frühgeschichte
Begleitheft des Kolloquiums im Rahmen der Masterveranstaltung am Institut für Prähistorische Archäologie an der FU Berlin Clothing in prehistoric times, booklet from the master colloquium at the Institute for Prehistoric Archaeology (FU Berlin). With -
Im gleichen Jahr haben sie das Thema Kleidung in der Prähistorie auf der Langen Nacht der Wissenschaften in Postern und Vorträgen vertreten. Für Kinder haben Romy und Arvid Sprechert Anziehpuppen zum Ausmalen und Ausschneiden aus Papier entworfen: deviantart.com/arvidsp/art/Female-Iron-Age-Clothing-748913120 …Female Iron Age Clothing by ArvidSp on DeviantArt
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Guten Morgen! Gestern Vormittag hatte ich das Vergnügen, mit @anarchaeologie ein längeres Gespräch über #Lehre in #Archäologie zu führen: Wenn alles gut läuft, gibt es in ein paar Wochen einen Podcast dazu zu hören soundcloud.com/user-119652148 @archaeologiskopAnarchaeologie
wir sind anarchaeologie! Ihr kennt uns noch nicht? Dann besucht doch mal www.anarchaeologie.deHier findet ihr unseren Podcast “Nachgefragt”..viel Spaß beim zuhören!
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Heute morgen bin ich auf dem Weg zu unseren Doktorandenkolloquium. Auch wenn ich keine der Arbeiten betreue, finde ich es doch immer spannend, zu hören, woran die Kolleginnen und Kollegen arbeiten.
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Da ich aber nicht in Berlin wohne, habe ich in der Bahn noch etwas Zeit, um etwas über meine Lehre zu schreiben - und meinen treuen Begleiter auf dem täglichen Arbeitsweg vorzustellen… ;-)
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Heute Morgen möchte ich ein wenig darüber schreiben, wie ich dazu gekommen bin, mich mehr mit #Lehre in den #Archäologien zu beschäftigen. Mein Einstieg in die Hochschullehre erfolgte vor mehr als 10 Jahren auf sehr klassische Weise: Ich habe einen Lehrauftrag übernommen
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Um mich darauf vorzubereiten, habe ich zum einen auf mein eigenes Studium zurückgeblickt, und versucht, die Elemente in meine Veranstaltung zu übernehmen, die mich selbst im Studium als Lernende weitergebracht haben
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zum anderen habe ich Bücher zu Lehre und Hochschuldidaktik gelesen, und versucht, hier die Elemente zu übernehmen, die für meine Veranstaltung passend erschienen. Trotzdem denke ich, dass meine ersten Veranstaltungen eher traditionell waren.
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Meine Perspektive auf Lehre und Studium änderte sich deutlich, als ich für einige Jahre Studiengangsmanagerin für die archäologischen Bachelor- und Masterstudiengänge an der @UniBonn wurde: Eine Idee hinter meiner Stelle dort war, jemanden aus der Fachwissenschaft….
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…. mit der Studiengangsorganisation zu betrauen, um so eine gut funktionierende Schnittstelle zwischen den Archäologien und den Stellen an der Universität, die für Studiengänge, Studierende und Prüfungen zuständig sind, zu schaffen
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In meiner Anfangszeit als Studiengangsmanagerin bemerkte ich, dass mir wichtige Grundlagen fehlten, um diese Stelle optimal ausfüllen und beide Perspektiven - die der Fachwissenschaft und die der Studiumsorganisation - berücksichtigen zu können
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Auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten bin ich auf den Studiengang “Master of Higher Education” des Hamburger Zentrums für universitäres Lehren und Lernen (HUL) @unihh aufmerksam, der berufsbegleitend studiert werden konnte
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Der Studiengang hat mir wichtige Grundlagen und Methodik vermittelt, die ich erst im Studiengangsmanagement, später in der Lehre anwenden und umsetzen konnte. Daher herzlicher Dank an meine Dozent*innen @mayrberger, G. Reinmann, @frbellinger, @patbettinger, A. Sommer und K. Stolz
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Meine Masterarbeit habe ich über “Gender und Diversity in Bachelorstudiengängen der Prähistorischen Archäologie an deutschen Universitäten” geschrieben. Dabei ging es zum einen darum, wie Gender und Diversity in den Studiengängen als Inhalte und Lernziele repräsentiert sind…
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… zum anderen darum, ob und wie die Studiengänge auf die Diversität ihrer Studierenden eingehen bzw. eingehen können. #diversityinarchaeology
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Zu einzelnen Aspekten hierzu haben Hanna Koch vom @DASVeV und ich auf der Jahrestagung des Deutschen Archäologenverbands #darv2019 einen Vortrag gehalten: “Diversität in Studium und Lehre” academia.edu/39708829/Diversit%C3%A4t_in_Studium_und_Lehre?source=swp_share …Diversität in Studium und Lehre
Vortrag auf der Jahrestagung des Deutschen Archäologenverbands (dArV) “Archäologie in einer diversen Welt: Herausforderungen, Chancen, Perspektiven”, 21.-23.6.2019, Göttingen -
Heute Abend bin ich nun auch wieder im Zug nach Hause und habe Zeit, Hausarbeiten zu lesen und zu bewerten. Hausarbeiten waren und sind eine bevorzugte Prüfungsform in den Modulen, in denen ich lehre, daher habe ich mir zu dieser Prüfungsform über die Jahre viele Gedanken gemacht
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Einige Gedanken habe ich in einem Blogbeitrag aufgeschrieben: “Lesen und bewerten, nicht redigieren und editieren… Gedanken zu schriftlichen Prüfungsleistungen Studierender” archiskop.hypotheses.org/427 #Lehre #Hausarbeiten @archaeologiskopLesen und bewerten, nicht redigieren und editieren… Gedanken zu schriftlichen Prüfungsleistungen Studierender
Die akademische Arbeitswelt ist vielfältig, doch auf die eine oder andere Art und Weise habe ich es immer wieder mit Geschriebenem, mit Texten zu tun. Auf der einen Seite muss ich die Publikationen meiner Fachkolleginnen und Fachkollegen lesen, um inhaltlich … Weiterlesen → -
@domwasz hat einen sehr lesenswerten Thread hierzu geschrieben twitter.com/domwasz/status/1144713193241137153?s=20 …
Dominik Waßenhoven on Twitter
“Ich habe mir diesen sehr hilfreichen Beitrag (und die verlinkten Texte) zu Herzen genommen und versucht, Hausarbeiten eher so zu lesen und meine Bewertung so zu schreiben, als würde ich ein Peer Review Feedback geben. Mein erster Eindruck folgt … #Lehre #Hausarbeiten 1/6 https://t.co/JV25x8XnTl”
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Besonders spannend ist es für mich, Hausarbeiten zu lesen, bei denen ich als Lehrende den Studierenden nur ein Themenfeld vorgegeben habe, und sie ihre Schwerpunkte und Fragestellungen selbst finden sollten.
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Dabei können sich Studierende jederzeit Hilfestellung und Feedback von mir einholen; dies nehmen aber nicht alle in Anspruch: Vorab weiß ich also nur bei einem Teil der Arbeiten, was mich erwartet. #Lehre #Hausarbeiten
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Manchmal gelingt es Studierenden, Perspektiven zu sehen, die in der Forschung bislang weniger beachtet wurden. Dies gelang z.B. die Studierenden im Seminar “Bildliche Darstellungen der Vergangenheit = Bilder der Vergangenheit? Kritische Reflexionen archäologischer Lebensbilder”
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Sie haben schon mit ihren Referaten beeindruckt. Nachdem die Studierenden zum Ende des letzten Wintersemesters ihre Hausarbeiten eingereicht haben, und diese bewertet wurden, wird aus dem Seminar nun ein Buchprojekt.
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Dazu bearbeiten sie nun ihre Texte als wissenschaftliche Artikel, und redigieren und editieren sich ihre Texte gegenseitig. So lernen die Studierenden nun auch die Schritte aus erster Hand kennen, den eine wissenschaftliche Publikation durchläuft.
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Freitags schließt sich inhaltlich auch der Kreis der Lehrveranstaltungen dieses Semesters: Zum Seminar “Archäologie verfilmt” gehört ein Praktikum, in dem Studierenden Videomitschnitte von archäologischen Experimenten aus früheren Semestern zu kurzen Dokumentarfilmen verarbeiten
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So entstehen derzeit ein Film zu jungsteinzeitlichem Hausbau, und ein Film zur Herstellung von Geräten aus Tierknochen. Geplant ist, dass diese Filme auf einer Institutsfeier im Herbst Premiere haben. #Archäologie #Film
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Heute ist die Woche schon wieder vorbei, und ich möchte zum Abschluss noch ein paar Gedanken zum Grundstudium in Archäologiestudiengängen mit euch teilen. Ich unterrichte auch oft in Grundlagenmodulen oder gebe Einführungen in die prähistorische Archäologie…
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… nicht nur für Fachstudierende, sondern auch im Rahmen von interdisziplinären Studienanteilen für Studierende nicht-archäologischer Fächer, z.B. an der @leuphana oder der @HSUHamburg
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Dabei haben sich zwei sehr unterschiedliche Konzepte bewährt. Konzept 1 vollzieht im Wesentlichen den archäologischen Forschungsprozess nach: Es beginnt mit der Auffindung von Spuren früherer menschlicher Aktivitäten u.a. durch Prospektion, thematisiert den Schutz von Fundstellen
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sowie die archäologische Ausgrabung (die immer auch Zerstörung bedeutet), und vollzieht die Bearbeitung der Funde und Befunde etwa über Datierung, der Suche nach Vergleichen und die Interpretation auf Basis von Theorien nach.
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Konzept 2 beginnt mit der populärwissenschaftlich veröffentlichten oder bildlich dargestellten Interpretation, und arbeitet sozusagen rückwärts heraus, wie diese Interpretation(en) eines konkreten Befundes bzw. einer konkreten Fundstelle zustande gekommen sind.
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Konzept 1 beginnt allgemein, und wird in den Beispielen immer konkreter, Konzept 2 beginnt mit konkreten Beispielen, und wird immer allgemeiner. Konzept 1 ist darauf angelegt, schnell einen gewissen Grundstock an Wissen und Kenntnissen zu Methodik aufzubauen, mit den die…
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… Studierenden sich konkrete Beispiele erschließen können; Konzept 2 ist eher darauf ausgelegt, die Studierenden von Anfang an viel selbst entdecken zu lassen, um die gewonnenen Kenntnisse dann zusammenzufassen und kontextualisieren zu können.
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In beiden Konzepten geht es mir auch darum, den archäologischen Forschungs- und Erkenntnisprozess transparent und nachvollziehbar zu machen. Damit verbinde ich auch den Gedanken, dass diejenigen, die so ein einführendes Modul besucht haben, sich in öffentlichen Diskursen
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zu Archäologie oder Kulturgutschutz dann informierter einbringen können. Lehre im Grundstudium oder in einführenden Modulen sehe ich in meinem Fach, der prähistorischen Archäologie, daher auch als eine Art von Öffentlichkeitsarbeit.
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Vielen Dank, dass ich die Gelegenheit bekommen habe, eine Woche lang auf @echte_Lehre aus meiner Tätigkeit zu berichten und Gedanken zur Lehre zu teilen! Damit möchte ich mich hier verabschieden: Unter @archaeologiskop bin ich aber auch weiterhin auf Twitter zu finden.


















