Frühmittelalter
1859 schrieb der Kunsthistoriker Gustav Klemm im fünften Band seines mehrbändigen Werks “Die Frauen. Culturgeschichtliche Schilderungen des Zustandes und des Einflusses der Frauen in den verschiedenen Zonen und Zeitaltern”:
Am Münchner U-Bahnhof “Universität” ist noch bis Ende Oktober 2024 beim Aufgang Nord eine besondere Fotoausstellung zu sehen: “Vier Tage – Vier Münchner” zeigt vier Menschen mit komplexer Behinderung in ihrem Alltag. Erstellt wurden die einfühlsamen Portraits vom Fotografen Florian Jaenicke, kuratiert wurde die Ausstellung von der Stiftung Leben Pur.
Die Ausstellung wird in der U-Bahn-Galerie des Bezirksausschusses Maxvorstadt gezeigt. Sie ist so gelegen, dass alle Fahrgäste, die über diesen Eingang zu U-Bahn gehen oder den Bahnsteig über diesen Ausgang verlassen, an diesen Bildern vorbeilaufen. Viele werden sie im Stress des Alltags nicht einmal bemerken; manche werden sie vielleicht unterbewusst wahrnehmen. Den Wenigen, die stehen bleiben und die Bilder näher betrachten, zeigt sich eine besondere Welt, voll Mühen und komplizierten Dingen, aber auch voll schöner Momente und Lebensfreude. Diese Ausstellung gibt Menschen mit komplexer Behinderung in unserer Welt ein Gesicht – und einen Platz.
Mitten im Lockdown der Covid-19-Pandemie erreichte mich eine Anfrage von der Glasperlenmacherin Skata Perlenmaid, die von einer Kundin den Auftrag erhalten hatte, eine Replik einer Perlenketten aus dem frühmittelalterlichen Gräberfeld von Aschheim-Bajuwarenring herzustellen.
Als ich diese Anfrage erhalten habe, und gelesen habe, dass eine der Glasperlenensebles aus dem Gräberfeld Aschheim-Bajurarenring repliziert werden sollte, war meine erste Erwartung, dass es sich dabei um eine der besonders bunten, auffälligen Zusammenstellungen handelt. Doch damit lag ich falsch: Die Anfrage bezog sich auf eine eher unscheinbare Perlenkette aus dem Grab mit der Nummer 114. Dieses Grab ist aus mehreren Gründen interessant: Daher wollte ich ihm und der Replik der Perlenkette einen eigenen Blogbeitrag widmen.
Wie lassen sich Studierende in Veranstaltungen, die v.a. auf Frontalunterricht ausgelegt sind, motivieren?
Einführung und Hintergrund
Ein wesentlicher Unterschied, der sich in Studiengängen vor und nach der sog. „Bologna-Reform“ erkennen lässt, liegt in den grundlegenden Elementen der Studiengangsgestaltung. Standen in den alten Magister-Studiengängen in der Regel zunächst einmal die Inhalte, und damit auch die Dozentinnen und Dozenten mit ihrer Expertise als Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler im Mittelpunkt, so stellt das idealtypische Studiengangskonzept des Bologna-Prozesses die Ergebnisse des Lernprozesses, die „Outcomes“, und damit die Studierenden in den Mittelpunkt.
Seit nun mehr zwei Jahren ist auf dem L.I.S.A.-Portal der Gerda-Henkel-Stiftung die Audioslideshow “Vergrabene Geschichten” zu sehen. Hier möchte ich einige Einblicke in die Entstehung dieses Videos geben.
Die Audioslideshow zu meiner Dissertation über “Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Aschheim-Bajuwarenring, Lk. München. Studien zu Chronologie, Bestattungssitten, Alters- und Sozialstruktur eines merowingerzeitlichen Ortsgräberfelds der Münchner Schotterebene” habe ich zusammen mit dem Bonner Journalisten und Sprecher Jens Jensen erstellt, um die Ergebnisse meiner Arbeit auch einem interessierten Personenkreis außerhalb der Fachwissenschaft nahezubringen.