Doris Gutsmiedl-Schümann

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Doris Gutsmiedl-Schümann

Archäologin

Doris Gutsmiedl-Schümann

19 Minuten Lesezeit

Margret Heinemann war eine der fünf Frauen, die vor dem Ersten Weltkrieg in Archäologie promovierten. Sie schloss ihr Studium 1909 bei Georg Loeschcke an der Universität Bonn ab. Und auch privat war Margret Heinemann mit der Familie ihres akademischen Lehrers verbunden: Sie war die Verlobte seines ältesten Sohnes Gerhard Loeschcke, und gab nach dessen frühem Tod posthum die von ihm verfasste Kirchengeschichte des Gelasios von Kyzikos heraus.

Wie viele andere Archäologinnen ihrer Zeit verließ sie schon bald nach ihrer Promotion die akademische Welt und wandte sich dem Lehramt zu. Dort machte sie Karriere und brachte es in der Weimarer Republik bis zur Ministerialrätin. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der Demokratischen Partei (DP) in Kassel und war 1948 bis 1952 Mitglied im Kasseler Stadtparlament (heute: Stadtverordnetenversammlung).

Doris Gutsmiedl-Schümann

14 Minuten Lesezeit

Bei unseren Recherchen zu archäologischen Ausgrabungen und archäologisch arbeitenden Frauen in Hamburg begegnete uns immer wieder die Volksschullehrerin Minna Plaß. Über Jahre hinweg engagierte sie sich ehrenamtlich in der Vorgeschichtlichen Abteilung des Altonaer Museums. Sie war regelmäßig als Helferin auf archäologischen Ausgrabungen zu finden; einige Ausgrabungen führte sie eigenverantwortlich durch. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute sie diese Museumsabteilung wieder auf. Wir haben uns auf Spurensuche begeben, und möchten in diesem Beitrag die ehrenamtliche Archäologin Minna Plaß näher vorstellen.

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung des West- und Süddeutschen Verbandes für Altertumsforschung (WSVA) und des Mittel- und Ostdeutschen Verbandes für Altertumsforschung (MOVA) vom 25. bis 29. September 2023 in Tübingen möchten wir heute die ersten Absolventinnen der Ur- und Frühgeschichte an der Eberhard Karls Universität vorstellen. Zugleich ist dies ein Blick in die Fachgeschichte der Ur- und Frühgeschichte, da u.a. mit einem Aufsatz von Sibylle Kästner, Viola Maier und Almut Schülke über die ersten Tübinger Prähistorikerinnen die systematische historiografische Forschung zu frühen Archäologinnen des Fachs begann.

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5 Minuten Lesezeit

Vor 120 Jahren kam Maria Reiche in Dresden zur Welt. Heute ist sie vor allem für ihre Forschungen zu Geoglyphen in Peru, den sog. Nazca-Linien bekannt. Sie kam als junge Lehrerin nach Südamerika, und beschäftige sich lange Zeit als Privatgelehrte mit diesen ungewöhnlichen Denkmälern, die heute zum Weltkulturerbe zählen.

Maria Reiche stammte aus einer angesehenen Familie, der im deutschen Kaiserreich Künstler und Wissenschaftler angehörten. Sie wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern auf. Ihr Vater war Richter am Oberlandesgericht in Dresden- Er fiel im Ersten Weltkrieg. Trotz den finanziellen Schwierigkeiten, in die die Familie nach seinem Tod geriet, ermöglichte die Mutter allen Kindern den Besuch einer höheren Schule und ein Studium. Elisabeth Reiche hatte selbst in Hamburg und Edinburgh Theologie und englische Literatur studiert, und wusste wohl um den Wert guter Bildung. Ihre älteste Tochter Maria studierte nach dem Abitur Mathematik, Physik, Philosophie, Geografie und Pädagogik an der Technischen Hochschule Dresden und der Universität Hamburg. 1928 schloss sie das Studium mit dem Staatsexamen und der höheren Lehramtsprüfung in Dresden ab. Anschließend war sie an unterschiedlichen Dresdner Schulen in befristeten Arbeitsverhältnissen als Lehrerin tätig. Die Weltwirtschaftskrise machte es schwer, eine dauerhafte Anstellung zu finden.

Doris Gutsmiedl-Schümann

13 Minuten Lesezeit

Nachem wir zwei Beiträge über Archäologinnen, nach denen Straßen benannt wurden, veröffentlich haben, habt ihr uns auf Weitere aufmerksam gemacht. Daher folgt hier nun ein dritter Teil dieser Reihe, in den Erna Diez, Hanna Rydh und Sibylle Mertens-Schaaffhausen im Mittelpunkt stehen.

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort von Bedeutung waren: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Im heutigen Beitrag möchten wir euch Elisabeth Schmid, die erste ordentliche Professorin für Ur- und Frühgeschichte in der Schweiz, vorstellen. Zugleich wollen wir diesen Beitrag dazu nutzen, um zu zeigen, wo sich Spuren früher Archäologinnen finden lassen.

Zu Elisabeth Schmid wurde bereits einiges publiziert; zudem gibt es einen ausführlichen Eintrag auf Propylaeum Vitae und in der Wikipedia: Daher ist sie ein gutes Beispiel, um die Vielfalt der Quellen, die für archäologisch arbeitende Frauen vergangener Zeit zur Verfügung stehen, aufzuzeigen. Zugleich ist sie in Deutschland wenig bekannt – daher hoffen wir, sie mit unserem Beitrag hier etwas bekannter zu machen.

Doris Gutsmiedl-Schümann

9 Minuten Lesezeit

Bei unseren Recherchen sind wir auch auf Straßen gestoßen, die nach archäologisch arbeitenden Frauen benannt wurden. Wer wurde wo auf diese Weise sichtbar gemacht? Hier folgt nun Teil 2 unserer Übersicht.

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort von Bedeutung waren: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

Doris Gutsmiedl-Schümann

11 Minuten Lesezeit

Bei unseren Recherchen sind wir auch auf Straßen gestoßen, die nach archäologisch arbeitenden Frauen benannt wurden. Wer wurde wo auf diese Weise sichtbar gemacht? Wir möchten hier eine – sicherlich unvollständige – Übersicht und einige Informationen zu diesen Frauen vorlegen:

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort Bedeutung hatten: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

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9 Minuten Lesezeit

Zum internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchten wir Eeuch heute die ersten Doktorandinnen in den Archäologien vorstellen.

Es war lange Zeit nicht selbstverständlich, dass Frauen und Mädchen studierenden durften – auch nicht in den Archäologien, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts als akademische Fächer an den Universitäten zu etablieren begannen. Erst seit dem frühen 20. Jahrhundert können wir in den archäologischen Fächern die ersten Studentinnen nachweisen. Da die reguläre Immatrikulation von Frauen an den meisten deutschen Universitäten noch nicht vorgesehen war, mussten sie sich als Gasthörerinnen einschreiben, und hatten dabei je nach Universität unterschiedliche Hürden zu überwinden. In der Regel mussten mindestens die Professoren der einzelnen Veranstaltungen, die die Frauen besuchen wollten, diesem Besuch zustimmen; manchmal mussten aber auch von der Fakultät oder der Universitätsleitung Genehmigungen eingeholt werden. Studieren war zudem teuer: Nur Frauen mit eigenem Vermögen oder aus begüterten Familien konnten sich ein Studium leisten. Regelabschluss eines Archäologiestudiums war damals die Promotion . Doch auch der Weg zum Hochschulstudium war für Frauen eigentlich nicht vorgesehen: Mädchen und junge Frauen waren von regulräer höherer Bildung ausgeschlossen, und konnten keine formalen Bildungsabschlüsse erreichen, die zum Studium berechtigten. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden durch private Initiativen Gymnasialkurse für Frauen, in denen sie sich darauf vorbereiten konnten, das Abitur als externe Prüflinge an regulären Gymnasien zu erwerben.

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Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin