Akademische Lehre hat für mich immer auch etwas mit Wissenschaftskommunikation und Archäologievermittlung zu tun. Insbesondere in Veranstaltungen, die sich an Studienanfänger*innen oder an Studierende nicht-archäologischer Fächer richten, unterscheiden sich die Teilnehmenden m. E. kaum von der interessierten Öffentlichkeit, die auch sonst in der Wissenschaftskommunikation gerne angesprochen wird.
Ein Weg, Interessierten archäologische Themen näherzubringen, sind Comics. Ich bin im Laufe der Jahre immer wieder gut gemachten Archäologie-Comics begegnet, habe mich aber erst seit einem Ausstellungsbesuch im Frühjahr 2019 intensiver damit auseinandergesetzt. Und ich muss zugeben: Das ist eine eigene, und für mich in Teilen nach wie vor fremde Welt.
Vom 6. bis 11. September 2021 fand unter dem Motto “Widening Horizons” das 27. Annual Meeting der European Association of Archaeologists statt. Auf Grund der nach wie vor aktuellen globalen Covid-19-Pandemie wurde die Tagung erneut rein digital durchgeführt.
Für diese Tagung hatte ich zusammen mit Nicola Scheyhing und Jo Zalea Matias eine Session zum Thema Representation matters – Diversity in Visual Representations of the Past organisiert. Im Folgenden gebe ich eine persönlichen Rückblick auf die Session, die am Nachmittag des letzten Tagungstages auf dem Programm stand.
Slow-TV oder slow television ist laut englischsprachiger Wikipedia „[…] a term used for a genre of „marathon“ television coverage of an ordinary event in its complete length“. Bekannt wurde diese Art des Fernsehens u.a. durch die Norwegian Broadcasting Corporation (NRK), die seit 2009 unter dem Motto „minutt for minutt“ ganztägige Live-Aufnahmen von lange andauernden Ereignissen zeigt. Im September 2020 wurden die archäologischen Ausgrabungen in Gjellestad über mehrere Tage auf diese Weise übertragen.
Archäologie braucht Bilder? Nicht unbedingt, die wie Podcast-Serie “Archäologie für’s Ohr” eindrucksvoll zeigt.
Miss Jones, die Autorin des gleichnamigen Blogs unter https://www.miss-jones.de/, nimmt ihre Hörerinnen und Hörer in je einer Folge von “Archäologie für’s Ohr” mit auf Ausgrabungen in der Innenstadt von Hamburg, steigt mit ihnen hinab in die steinzeitliche Nutzung der Blätterhöhle in Westfalen, erkundet mit ihnen und mit Hilfe der Paläomechanik den prähistorischen Kampfplatz im Tollensetal und bringt mit ihnen archäologische Fundstücke zum TÜV. Und wer wissen möchte, wie die Podcasts entstanden sind, kann es in einem “Making of” auf ihrem Blog nachlesen.
Seit nun mehr zwei Jahren ist auf dem L.I.S.A.-Portal der Gerda-Henkel-Stiftung die Audioslideshow “Vergrabene Geschichten” zu sehen. Hier möchte ich einige Einblicke in die Entstehung dieses Videos geben.
Die Audioslideshow zu meiner Dissertation über “Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Aschheim-Bajuwarenring, Lk. München. Studien zu Chronologie, Bestattungssitten, Alters- und Sozialstruktur eines merowingerzeitlichen Ortsgräberfelds der Münchner Schotterebene” habe ich zusammen mit dem Bonner Journalisten und Sprecher Jens Jensen erstellt, um die Ergebnisse meiner Arbeit auch einem interessierten Personenkreis außerhalb der Fachwissenschaft nahezubringen.