Doris Gutsmiedl-Schümann

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Doris Gutsmiedl-Schümann

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Präsenzfreies Sommersemester 2020 (2):

Wie beginne ich meine Vorlesung?

Doris Gutsmiedl-Schümann

5 Minuten Lesezeit

Die ersten Ideen, die ich im Zusammenhang mit präsenzfreien Phasen und digitaler Lehre im Sommersemester 2020 wahrgenommen habe, waren Vorschläge zur Aufzeichnung von Vorlesungen, die sich die Studierenden dann als Video anschauen können. Dies mag bei Vorlesungen, die wiederholt angeboten werden und von einer großen Zahl von Studierenden besucht werden, wie etwa Einführungen in einen Themenbereich oder ein Fachgebiet, auch sinnvoll und bei wiederholter Nutzung der Videos nachhaltig sein; bei meiner Vorlesung, die in dieser Form nur für dieses eine Semester geplant wurde, erschien mir das nicht sinnvoll. Ich habe statt dessen nach anderen Wegen gesucht, den Studierenden einen präsenzfreien Einstieg in das Thema zu ermöglichen: Hierzu sollen sie bereits vorhandene populärwissenschaftliche Formate aus fachwissenschaftlicher Sicht analysieren und beurteilen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (1):

Grundsätzliche Überlegungen zur Umgestaltung meiner Lehre

Doris Gutsmiedl-Schümann

8 Minuten Lesezeit

Der Start der Präsenzphase der Vorlesungszeit des Sommersemesters 2020 wurde an meiner Universität auf den 20. April verschoben (Stand 18.3.2020) – und da derzeit nicht abzusehen ist, ob es dabei bleibt, oder nicht vielleicht noch weitere Verschiebungen der Vorlesungszeit notwendig sein werden, haben Themen wie digitale Lehre, e-Learning, distance learning oder remotes Lernen derzeit Konjunktur.

In einer losen Folge von Beiträgen möchte ich hier teilen, von welche Überlegungen ich bei der Gestaltung meines präsenzfreien Starts ins Sommersemester ausgegangen bin, und möchte für meine Lehrveranstaltungen die Umsetzungen vorstellen.

Zum Ausmalen und Basteln

Anziehpüppchen aus Papier in Kleidung der Bronze-, Eisen- und Wikingerzeit

Doris Gutsmiedl-Schümann

2 Minuten Lesezeit

Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft 2018 haben Studierende des M.A. Prähistorische Archäologie Anziehpüppchen aus Papier mit Kleidung aus unterschiedlichen Epochen entworfen.

Diese Anziehpüppchen aus Papier und ihre Kleidung gibt es immer noch im Internet zum Download: Insbesondere für diejenigen, die für Kinder Vorlagen zum Ausmalen und Basteln suchen, die sich mit vergangenen Zeiten beschäftigen, und dabei auf archäologische Quellen zurückgehen, können diese von Arvid und Romy Sprechert entworfenen Bögen eine tolle Fundgrube sein!

Archäologie braucht Bilder?

Nicht unbedingt…

Doris Gutsmiedl-Schümann

1 Minuten Lesezeit

Archäologie braucht Bilder? Nicht unbedingt, die wie Podcast-Serie “Archäologie für’s Ohr” eindrucksvoll zeigt.

Miss Jones, die Autorin des gleichnamigen Blogs unter https://www.miss-jones.de/, nimmt ihre Hörerinnen und Hörer in je einer Folge von “Archäologie für’s Ohr” mit auf Ausgrabungen in der Innenstadt von Hamburg, steigt mit ihnen hinab in die steinzeitliche Nutzung der Blätterhöhle in Westfalen, erkundet mit ihnen und mit Hilfe der Paläomechanik den prähistorischen Kampfplatz im Tollensetal und bringt mit ihnen archäologische Fundstücke zum TÜV. Und wer wissen möchte, wie die Podcasts entstanden sind, kann es in einem “Making of” auf ihrem Blog nachlesen.

Eine Woche auf @echte_Lehre

In KW 27 durfte ich auf dem Twitter-Account @echte_lehre aus meiner Lehrtätigkeit berichten

Doris Gutsmiedl-Schümann

1 Minuten Lesezeit

Der Twitter-Account @echte_Lehre wird jede Woche von einem oder einer anderen Lehrenden aus dem Bereich der Hochschullehre gestaltet. In KW 27, vom 30.6. bis 6.7.2019, durfe ich hier aus meinem Alltag im Sommersemester an der Freien Universität Berlin berichten.

Hier gibt es zu Nachlesen eine archivierte Version der Tweets.

Da sich der Name des Accounts jede Woche ändert - der- bzw- diejenige, der bzw. die in der jeweiligen Wochen aus dem Hochschulalltag berichtet, schreibt jeweils seinen bzw. ihren Namen in den Account - sind die Tweets, die ich als “Doris Gutsmiedl-Schümann @echte_Lehre” geschrieben habe, in der Timeline des Accounts nicht mehr so ohne weiteres zu identifizieren. Aus diesem Grund habe ich meine Tweets hier in einer chronologischen Übersicht zusammengestellt.

Lesen und bewerten, nicht redigieren und editieren…

Gedanken zu schriftlichen Prüfungsleistungen Studierender

Doris Gutsmiedl-Schümann

5 Minuten Lesezeit

Die akademische Arbeitswelt ist vielfältig, doch auf die eine oder andere Art und Weise habe ich es immer wieder mit Geschriebenem, mit Texten zu tun.

Auf der einen Seite muss ich die Publikationen meiner Fachkolleginnen und Fachkollegen lesen, um inhaltlich auf dem Laufenden zu bleiben, auf der anderen Seite werden von mir ebenfalls wissenschaftliche Artikel geschrieben. Ich bin aber auch als Mitherausgeberin von Tagungs- und Sammelbänden tätig, und da das editieren und redigieren der Beiträge bei diesen Bänden zu größten Teilen von den Herausgeberinnen und Herausgebern erledigt wird, habe ich somit auf eine dritte Art und Weise Umgang mit Texten im wissenschaftlichem Kontext. Die häufigste Form von Geschriebenem, mit der ich in meinem Arbeitsalltag – abgesehen von Kommunikationsformen wie e-Mail oder Chat – zu tun habe, sind jedoch Texte von Studierenden, die meist als schriftliche Prüfungsleistungen in Form von Klausuren, Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten auf meinem Schreibtisch landen.

Berufsorientierung

Archäologie “Abseits des Mainstream” und “Alternativen zur Wissenschaft”

Doris Gutsmiedl-Schümann

2 Minuten Lesezeit

Zwei Beiträge in den Publikationen des Wissenschaftsladens Bonn haben in den letzten Tagen Berufe und Karrieremöglichkeiten im Bereich der Archäologien beleuchtet.

Abseits des Mainstreams: Jobs mit Archäologie zeigt am Beispiel von fünf kurz vorgestellen Berufswegen auf, dass sich Absolventinnen und Absolventen archäologischer Fächer viele unterschiedliche Möglichkeiten bieten, wenn sie das Arbeitsfeld von Universität und Wissenschaft verlassen. Die Beispiele sind gut gewählt, und zeigen eine große Bandbreite von Tätigkeitsfeldern und beruflichen Möglichkeiten auf. Besonders gelungen finde ich, dass hier viele Frauen porträtiert wurden, die jüngeren Kolleginnen und Kollegen als Beispiele dienen können. Als etwas seltsam empfinde ich es jedoch, diese Karrierewege als “Archäologie abseits des Mainstreams” zu bezeichnen. Oder, anders gefragt: Welche Berufswege nach einem Studium eines oder mehrerer archäologischer Fächer ist “Mainstream”? Aus dem Beitrag wird deutlich, dass damit wohl die Berufstätigkeit in der archäologischen Forschung an einer Universität oder einem Forschungsinstitut gemeint ist. Aus der Sicht von jemandem, der seit Jahren in unterschiedlichen Funktionen an unterschiedlichen Universitäten tätig ist, und in dieser Zeit schon viele Kolleginnen und Kollegen erlebt hat, die sich z.T. schon während des Studiums in Richtung Denkmalpflege, kommerzieller Grabungsarchäologie oder Museum orientiert haben, ist der Berufsweg in die archäologische Forschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen alles andere als “Mainstream”: Er ist eher eine Ausnahme. Aber dies mag sich für Studierende oder Außenstehende anders darstellen, und auch einige Professorinnen und Professoren mögen anders klingen. Umso wichtiger erscheint es mir, schon im Studium auf die Bandbreite beruflicher Möglichkeiten aufmerksam zu machen.

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Ausgangspunkt für diesen Blogeintrag war eine Frage auf dem Twitter-Account der DGUF: “Wie stark ist in der Archäologie heute der Gedanke: “Wer (im klassischen Sinne) rausgeht aus dem Fach, der ist ein Looser”? Gilt auch heute noch “nur die Harten bleib’n im Garten”, egal, ob die dann u. U. #nbezahlt arbeiten müssen?”

Auf diesen Tweet hatte ich folgendes geantwortet: “Kommt m.E. stark auf den Ort und die dort tonangebenden Archäolog*innen an… Durch inhaltlich breit aufgestellte Studiengänge, die anhand archäologischer Themen eine Vielzahl von möglichen Perspektiven aufzeigen, gäbe es m.E. gute Möglichkeiten, dieser Meinung entgegenzuwirken.”

Bachelorstudienprogramme

Prähistorische Archäologie oder archäologische Wissenschaften? Vor- und Frühgeschichte oder Altertumswissenschaften?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Wer sich für prähistorische Archäologie interessiert, und dieses Interesse zum Anlass nehmen möchte, ein passendes Bachelorstudium zu wählen, steht meist vor dem Problem, dass es mitunter nicht nur unterschiedliche Namen für ein und dasselbe akademische Fach gibt, sondern steht auch einer Vielzahl von unterschiedlich gestalteten Studiengängen gegenüber.

Die Suche nach einem passenden Studiengang führt wahrscheinlich zunächst zu der Erkenntnis, dass es im akademischen Umfeld nicht nur eine Archäologie gibt. Die universitäre Landschaft kennt eine Vielzahl von Archäologien, und nicht an jedem Archäologiestudiengang ist auch die prähistorische Archäologie beteiligt. Dies führt zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Studiengängen, die sich im Prinzip aber in zwei grundsätzliche Studiengangsmodelle unterscheiden lassen: Disziplinenspezifische und disziplinenübergreifende Studiengänge.

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

@histrach postete am 14.8.2018 folgende Frage auf Twitter: Mehr als 50 % der Archäologie Studierenden sind weiblich. Bislang habe ich 8 Doktoranden betreut, alle davon männlich. Wie gelingt es mir, mehr Frauen zu einer Promotion zu ermuntern?

Dieser Tweet spricht ein vielschichtiges Phänomen an, das sich zwar zum einen auch in größerem Maßstab in Zahlen belegen lässt, zu dem aber zum anderen tiefer gehende Untersuchungen für die archäologischen Fächer – oder auch für einzelne Archäologien – fehlen. Einige verfügbare Daten und weiterführende Überlegungen zu dem von @histrach skizzierten Phänomen möchte ich hier zusammenstellen.

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Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin