Doris Gutsmiedl-Schümann

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Representation Matters – eine Zusammenfassung in Tweets

Ein persönlicher Rückblick auf die Session 236 des 27. Annual Meetings der European Association of Archaeologists

Doris Gutsmiedl-Schümann

7 Minuten Lesezeit

Vom 6. bis 11. September 2021 fand unter dem Motto “Widening Horizons” das 27. Annual Meeting der European Association of Archaeologists statt. Auf Grund der nach wie vor aktuellen globalen Covid-19-Pandemie wurde die Tagung erneut rein digital durchgeführt.

Für diese Tagung hatte ich zusammen mit Nicola Scheyhing und Jo Zalea Matias eine Session zum Thema Representation matters – Diversity in Visual Representations of the Past organisiert. Im Folgenden gebe ich eine persönlichen Rückblick auf die Session, die am Nachmittag des letzten Tagungstages auf dem Programm stand.

Präsenzfreies Semester (9):

Tonstudio statt Hörsaal

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Nach nunmehr schon fast zwei Semestern Online-Vorlesungen möchte ich auch hierzu von meinen persönlichen Erfahrungen schreiben.

Dass es auch im Falle von Vorlesungen nicht damit getan ist, einfach das, was ich als Lehrende sonst vor Studierenden im Hörsaal vortrage, den gleichen Studierenden in einem beliebigen Videochat mit geteilten Folien vorzutragen, war mir sehr schnell bewusst. Im April 2020 hatte ich dazu auch einen kurzen Thread auf Twitter verfasst.

Ich hatte vor einigen Jahren einmal für eine Übung das Konzept des sog. „inverted classroom“ oder „flipped classroom“ ausprobiert, und dafür auch kurze Lehrvideos erstellt. Für diese Videos habe ich die Aufzeichnungsfunktion in PowerPoint benutzt, und schnell die Nachteile dieser auf meinem Rechner bereits vorhandenen Möglichkeit kennengelernt: Da es nicht möglich ist, die Aufzeichnungen nachträglich zu ändern, sollte der Text fehlerfrei und ohne Fülllaute eingesprochen werden. Für mich bedeutete das, dass ich den Text des Lernvideos ausformulieren und das Vortragen proben und einüben musste – für jemanden wie mich, die sonst in der Regel mit Stichworten arbeitet und bei Vorträgen frei formuliert, ein ungewohnter und zeitraubender Arbeitsschritt.

Präsenzfreies Semester (8):

Kamera an? Kamera aus?

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

Gedanken zur synchronen Online-Lehre und zur Nutzung der Kamera in Videokonferenzen.

Das Sommersemester hat das Studium in kurzer Zeit auf den Kopf gestellt, und digitale Notfall-Lehre musste auf Grund der weltweiten Covid-19-Pandemie schnell und ohne große Vorbereitung umgesetzt werden. Inzwischen ist die Vorlesungszeit des Sommersemesters vorbei, und vielerorts wurde darüber gesprochen und geschrieben: Unter anderem auch im Hinblick auf das Wintersemester, in dem uns die digitale Lehre nach wie vor begleitet. Erstaunlich häufig wird hier – für mein Empfinden – die Kamera in Videokonferenzen thematisiert: Daher möchte ich hierzu einige meiner Gedanken teilen.

Doris Gutsmiedl-Schümann

2 Minuten Lesezeit

Slow-TV oder slow television ist laut englischsprachiger Wikipedia „[…] a term used for a genre of „marathon“ television coverage of an ordinary event in its complete length“. Bekannt wurde diese Art des Fernsehens u.a. durch die Norwegian Broadcasting Corporation (NRK), die seit 2009 unter dem Motto „minutt for minutt“ ganztägige Live-Aufnahmen von lange andauernden Ereignissen zeigt. Im September 2020 wurden die archäologischen Ausgrabungen in Gjellestad über mehrere Tage auf diese Weise übertragen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (7):

Wie geht es den Studierenden nach dem Ende der Vorlesungszeit?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Zuletzt ist es hier auf diesem Blog ein wenig ruhiger geworden: Der universitäre Alltag des präsenzfreien Sommersemesters hatte mich voll im Griff, und ließ mir wenig Zeit, meine geplante Serie von Blogbeiträgen zu digitaler Lehre fortzusetzen. Nichtsdestotrotz habe ich die Studierenden zum Ende der Vorlesungszeit erneut befragt. Diesmal habe ich um Antworten auf zwei Fragenkomplexe gebeten:

  • Wie haben Sie das digitale Sommersemester erlebt? Welche Erfahrungen nehmen Sie aus dem digitalen Sommersemester mit?
  • Welche Erwartungen haben Sie an das kommende Wintersemester?

Die Antworten und Anmerkungen zu diesen Fragen möchte ich in diesem Beitrag vorstellen und aus meiner Sicht kommentieren.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (6):

Virtuelle Museumsbesuche statt Exkursion

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

Exkursionen sind elementarer Bestandteil archäologischer Studiengänge. Dies können Tagesexkursionen sein, etwa in Museum und Ausstellungen oder zu Fundorten in relativer Nähe zum Studienort; meist ist in einem archäologischen Studiengang aber auch die Teilnahme an mindestens einer mehrtägigen Exkursion vorgesehen. Ersatz für Exkursionen und die zugehörigen vorbereitenden Veranstaltungen zu finden, stellt im präsenzfreien Sommersemester 2020 mit eine der größten Herausforderungen in der kurzfristigen Umgestaltung der Lehrveranstaltungen dar.

Für das Sommersemester 2020 hatte ich zusammen mit meinem Kollegen Ernst Pohl eigentlich geplant, unmittelbar nach dem Ende der Vorlesungszeit eine 12-tägige Exkursion nach Dänemark und Südnorwegen durchzuführen; im Rahmen einer Übung sollte diese Exkursion während des Sommersemesters vorbereitet werden. Die Planungen für die Exkursion waren auch schon sehr weit fortgeschritten: Die Reiseroute stand bereits fest, und sowohl der Bus als auch die Unterkünfte waren bereits reserviert. Mit der Reiseroute wären auch die Themen der vorbereitenden Übung bereits vorgegeben gewesen

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (5):

Wie geht es den Studierenden?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Inzwischen ist etwa das erste Drittel des digitalen Sommersemesters vergangen: Ein guter Zeitpunkt, um die Studierenden nach einem Stimmungsbild zu fragen.

Um ein Stimmungsbild der Studierenden zu erhalten, habe ich bei Flinga.fi eine virtuelle Pinnwand eingerichtet, und den Studierenden den Link zu dieser Pinnwand per e-Mail zugeschickt. Diese Nachricht enthielt auch eine Kurzanleitung, wie Beiträge auf der Pinnwand platziert werden können, sowie die Bitte, innerhalb einer Woche, bis zum 25. Mai, Einträge vorzunehmen. Darüber hinaus wurden die Studierenden darüber informiert, dass ich einen Screenshot der Pinnwand auf meinem Blog veröffentlichen, und hier einen Beitrag darüber schreiben werde.

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Am 18. Mai 2020 erschien in der Job-Kolumne von jetzt.de ein Interview mit einer Archäologin, die von ihrer Tätigkeit in der universitären Forschung erzählt. Der Arbeitsalltag ist aus meiner Sicht sehr schön und treffend beschrieben. Allerdings dürfte dieser Beitrag bei allen, die mit der akademischen Welt nicht vertraut sind, auch Fragen hinterlassen – insbesondere, was das genannte Einkommen betrifft.

Wie passt es etwa zusammen, dass Annika, die interviewte Archäologin, eine halbe Stelle innehat, aber meist 8, und nach eigener Aussage derzeit sogar 10-12 Stunden pro Tag arbeitet – was in einer Woche auch mehr als der Stundenumfang einer durchschnittliche Vollzeitstelle ist? Da der Beitrag unter der Frage „Wie viel verdient eine Archäologin?“ veröffentlicht wurde, möchte ich hier die genannten Verdienste in einem Kommentar etwas einordnen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (4):

Leitfragen und Grundsätze bei der Konzeption meiner digitalen Veranstaltungen

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Ab der kommenden Woche sollen nun auch an meiner Universität präsenzfreie Lehrveranstaltungen im digitalen Raum durchgeführt werden; inzwischen habe ich die Konzepte meiner Veranstaltungen auch an die speziellen Bedingungen des Sommersemesters 2020 angepasst. Aus diesem Grund möchte ich hier rückblickend zusammenfassen, wie ich vorgegangen bin, und welche Überlegungen dabei eine Rolle gespielt haben.

Während ich an den präsenzfreien Konzepten meiner Veranstaltungen gearbeitet habe, haben sich auch die Rahmenbedingungen für das Sommersemester 2020 noch einmal verändert: In meinen ersten Texten zu diesem Thema bin ich noch von einem präsenzfreien Start ins Sommersemester 2020 ausgegangen, inzwischen jedoch muss ich davon ausgehen, dass das Sommersemester 2020 komplett präsenzfrei ablaufen wird. Dementsprechend habe ich nun die Veranstaltungen für das ganze Semester im digitalen Raum geplant. Wie in früheren Texten bereits erwähnt, lagen für meine Veranstaltungen bereits Konzepte vor, als die Präsenzphasen des Sommersemesters abgesagt wurden: Ich stand daher vor allem vor dem Problem, diese Konzepte sinnvoll auf den digitalen Raum übertragen zu müssen, und dabei von den Studierenden und mir nichts Unmögliches zu verlangen. Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich im Folgenden anhand von Leitfragen und aus meinen Überlegungen abgeleiteten Grundsätzen kurz darstellen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (3):

Die Ausnahmesituation sichtbar machen

Doris Gutsmiedl-Schümann

3 Minuten Lesezeit

In den letzten Tagen ist mir durch die Vorbereitung meiner Lehre mehr und mehr bewusst geworden, wie sehr sich das Sommersemester 2020 von allen anderen Semestern unterscheiden wird: Dies ist ein Aspekt, der meines Erachtens in den Lehrveranstaltungen immer wieder an- und ausgesprochen werden muss.

Vor einigen Tagen wurde ich auf einen englischsprachigen Tweet aufmerksam, in dem die Ergänzung aktueller Seminarpläne oder Syllabi um eine Art Vorwort angeregt wurde, das die aktuelle Situation an den Hochschulen und im Studium thematisiert: Tip o’ the day: Add this to your syllabus. Your students will always remember it, it will help establish community, and it addresses the needs of our current moment perfectly. The author has made it open access for all to use

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Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin