Doris Gutsmiedl-Schümann

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Doris Gutsmiedl-Schümann

Studium

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (6):

Virtuelle Museumsbesuche statt Exkursion

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

Exkursionen sind elementarer Bestandteil archäologischer Studiengänge. Dies können Tagesexkursionen sein, etwa in Museum und Ausstellungen oder zu Fundorten in relativer Nähe zum Studienort; meist ist in einem archäologischen Studiengang aber auch die Teilnahme an mindestens einer mehrtägigen Exkursion vorgesehen. Ersatz für Exkursionen und die zugehörigen vorbereitenden Veranstaltungen zu finden, stellt im präsenzfreien Sommersemester 2020 mit eine der größten Herausforderungen in der kurzfristigen Umgestaltung der Lehrveranstaltungen dar.

Für das Sommersemester 2020 hatte ich zusammen mit meinem Kollegen Ernst Pohl eigentlich geplant, unmittelbar nach dem Ende der Vorlesungszeit eine 12-tägige Exkursion nach Dänemark und Südnorwegen durchzuführen; im Rahmen einer Übung sollte diese Exkursion während des Sommersemesters vorbereitet werden. Die Planungen für die Exkursion waren auch schon sehr weit fortgeschritten: Die Reiseroute stand bereits fest, und sowohl der Bus als auch die Unterkünfte waren bereits reserviert. Mit der Reiseroute wären auch die Themen der vorbereitenden Übung bereits vorgegeben gewesen

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (5):

Wie geht es den Studierenden?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Inzwischen ist etwa das erste Drittel des digitalen Sommersemesters vergangen: Ein guter Zeitpunkt, um die Studierenden nach einem Stimmungsbild zu fragen.

Um ein Stimmungsbild der Studierenden zu erhalten, habe ich bei Flinga.fi eine virtuelle Pinnwand eingerichtet, und den Studierenden den Link zu dieser Pinnwand per e-Mail zugeschickt. Diese Nachricht enthielt auch eine Kurzanleitung, wie Beiträge auf der Pinnwand platziert werden können, sowie die Bitte, innerhalb einer Woche, bis zum 25. Mai, Einträge vorzunehmen. Darüber hinaus wurden die Studierenden darüber informiert, dass ich einen Screenshot der Pinnwand auf meinem Blog veröffentlichen, und hier einen Beitrag darüber schreiben werde.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (4):

Leitfragen und Grundsätze bei der Konzeption meiner digitalen Veranstaltungen

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Ab der kommenden Woche sollen nun auch an meiner Universität präsenzfreie Lehrveranstaltungen im digitalen Raum durchgeführt werden; inzwischen habe ich die Konzepte meiner Veranstaltungen auch an die speziellen Bedingungen des Sommersemesters 2020 angepasst. Aus diesem Grund möchte ich hier rückblickend zusammenfassen, wie ich vorgegangen bin, und welche Überlegungen dabei eine Rolle gespielt haben.

Während ich an den präsenzfreien Konzepten meiner Veranstaltungen gearbeitet habe, haben sich auch die Rahmenbedingungen für das Sommersemester 2020 noch einmal verändert: In meinen ersten Texten zu diesem Thema bin ich noch von einem präsenzfreien Start ins Sommersemester 2020 ausgegangen, inzwischen jedoch muss ich davon ausgehen, dass das Sommersemester 2020 komplett präsenzfrei ablaufen wird. Dementsprechend habe ich nun die Veranstaltungen für das ganze Semester im digitalen Raum geplant. Wie in früheren Texten bereits erwähnt, lagen für meine Veranstaltungen bereits Konzepte vor, als die Präsenzphasen des Sommersemesters abgesagt wurden: Ich stand daher vor allem vor dem Problem, diese Konzepte sinnvoll auf den digitalen Raum übertragen zu müssen, und dabei von den Studierenden und mir nichts Unmögliches zu verlangen. Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich im Folgenden anhand von Leitfragen und aus meinen Überlegungen abgeleiteten Grundsätzen kurz darstellen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (3):

Die Ausnahmesituation sichtbar machen

Doris Gutsmiedl-Schümann

3 Minuten Lesezeit

In den letzten Tagen ist mir durch die Vorbereitung meiner Lehre mehr und mehr bewusst geworden, wie sehr sich das Sommersemester 2020 von allen anderen Semestern unterscheiden wird: Dies ist ein Aspekt, der meines Erachtens in den Lehrveranstaltungen immer wieder an- und ausgesprochen werden muss.

Vor einigen Tagen wurde ich auf einen englischsprachigen Tweet aufmerksam, in dem die Ergänzung aktueller Seminarpläne oder Syllabi um eine Art Vorwort angeregt wurde, das die aktuelle Situation an den Hochschulen und im Studium thematisiert: Tip o’ the day: Add this to your syllabus. Your students will always remember it, it will help establish community, and it addresses the needs of our current moment perfectly. The author has made it open access for all to use

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (2):

Wie beginne ich meine Vorlesung?

Doris Gutsmiedl-Schümann

5 Minuten Lesezeit

Die ersten Ideen, die ich im Zusammenhang mit präsenzfreien Phasen und digitaler Lehre im Sommersemester 2020 wahrgenommen habe, waren Vorschläge zur Aufzeichnung von Vorlesungen, die sich die Studierenden dann als Video anschauen können. Dies mag bei Vorlesungen, die wiederholt angeboten werden und von einer großen Zahl von Studierenden besucht werden, wie etwa Einführungen in einen Themenbereich oder ein Fachgebiet, auch sinnvoll und bei wiederholter Nutzung der Videos nachhaltig sein; bei meiner Vorlesung, die in dieser Form nur für dieses eine Semester geplant wurde, erschien mir das nicht sinnvoll. Ich habe statt dessen nach anderen Wegen gesucht, den Studierenden einen präsenzfreien Einstieg in das Thema zu ermöglichen: Hierzu sollen sie bereits vorhandene populärwissenschaftliche Formate aus fachwissenschaftlicher Sicht analysieren und beurteilen.

Präsenzfreies Sommersemester 2020 (1):

Grundsätzliche Überlegungen zur Umgestaltung meiner Lehre

Doris Gutsmiedl-Schümann

8 Minuten Lesezeit

Der Start der Präsenzphase der Vorlesungszeit des Sommersemesters 2020 wurde an meiner Universität auf den 20. April verschoben (Stand 18.3.2020) – und da derzeit nicht abzusehen ist, ob es dabei bleibt, oder nicht vielleicht noch weitere Verschiebungen der Vorlesungszeit notwendig sein werden, haben Themen wie digitale Lehre, e-Learning, distance learning oder remotes Lernen derzeit Konjunktur.

In einer losen Folge von Beiträgen möchte ich hier teilen, von welche Überlegungen ich bei der Gestaltung meines präsenzfreien Starts ins Sommersemester ausgegangen bin, und möchte für meine Lehrveranstaltungen die Umsetzungen vorstellen.

Eine Woche auf @echte_Lehre

In KW 27 durfte ich auf dem Twitter-Account @echte_lehre aus meiner Lehrtätigkeit berichten

Doris Gutsmiedl-Schümann

1 Minuten Lesezeit

Der Twitter-Account @echte_Lehre wird jede Woche von einem oder einer anderen Lehrenden aus dem Bereich der Hochschullehre gestaltet. In KW 27, vom 30.6. bis 6.7.2019, durfe ich hier aus meinem Alltag im Sommersemester an der Freien Universität Berlin berichten.

Hier gibt es zu Nachlesen eine archivierte Version der Tweets.

Da sich der Name des Accounts jede Woche ändert - der- bzw- diejenige, der bzw. die in der jeweiligen Wochen aus dem Hochschulalltag berichtet, schreibt jeweils seinen bzw. ihren Namen in den Account - sind die Tweets, die ich als “Doris Gutsmiedl-Schümann @echte_Lehre” geschrieben habe, in der Timeline des Accounts nicht mehr so ohne weiteres zu identifizieren. Aus diesem Grund habe ich meine Tweets hier in einer chronologischen Übersicht zusammengestellt.

Lesen und bewerten, nicht redigieren und editieren…

Gedanken zu schriftlichen Prüfungsleistungen Studierender

Doris Gutsmiedl-Schümann

5 Minuten Lesezeit

Die akademische Arbeitswelt ist vielfältig, doch auf die eine oder andere Art und Weise habe ich es immer wieder mit Geschriebenem, mit Texten zu tun.

Auf der einen Seite muss ich die Publikationen meiner Fachkolleginnen und Fachkollegen lesen, um inhaltlich auf dem Laufenden zu bleiben, auf der anderen Seite werden von mir ebenfalls wissenschaftliche Artikel geschrieben. Ich bin aber auch als Mitherausgeberin von Tagungs- und Sammelbänden tätig, und da das editieren und redigieren der Beiträge bei diesen Bänden zu größten Teilen von den Herausgeberinnen und Herausgebern erledigt wird, habe ich somit auf eine dritte Art und Weise Umgang mit Texten im wissenschaftlichem Kontext. Die häufigste Form von Geschriebenem, mit der ich in meinem Arbeitsalltag – abgesehen von Kommunikationsformen wie e-Mail oder Chat – zu tun habe, sind jedoch Texte von Studierenden, die meist als schriftliche Prüfungsleistungen in Form von Klausuren, Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten auf meinem Schreibtisch landen.

Bachelorstudienprogramme

Prähistorische Archäologie oder archäologische Wissenschaften? Vor- und Frühgeschichte oder Altertumswissenschaften?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Wer sich für prähistorische Archäologie interessiert, und dieses Interesse zum Anlass nehmen möchte, ein passendes Bachelorstudium zu wählen, steht meist vor dem Problem, dass es mitunter nicht nur unterschiedliche Namen für ein und dasselbe akademische Fach gibt, sondern steht auch einer Vielzahl von unterschiedlich gestalteten Studiengängen gegenüber.

Die Suche nach einem passenden Studiengang führt wahrscheinlich zunächst zu der Erkenntnis, dass es im akademischen Umfeld nicht nur eine Archäologie gibt. Die universitäre Landschaft kennt eine Vielzahl von Archäologien, und nicht an jedem Archäologiestudiengang ist auch die prähistorische Archäologie beteiligt. Dies führt zu einer Vielzahl von unterschiedlichen Studiengängen, die sich im Prinzip aber in zwei grundsätzliche Studiengangsmodelle unterscheiden lassen: Disziplinenspezifische und disziplinenübergreifende Studiengänge.

Doris Gutsmiedl-Schümann

6 Minuten Lesezeit

@histrach postete am 14.8.2018 folgende Frage auf Twitter: Mehr als 50 % der Archäologie Studierenden sind weiblich. Bislang habe ich 8 Doktoranden betreut, alle davon männlich. Wie gelingt es mir, mehr Frauen zu einer Promotion zu ermuntern?

Dieser Tweet spricht ein vielschichtiges Phänomen an, das sich zwar zum einen auch in größerem Maßstab in Zahlen belegen lässt, zu dem aber zum anderen tiefer gehende Untersuchungen für die archäologischen Fächer – oder auch für einzelne Archäologien – fehlen. Einige verfügbare Daten und weiterführende Überlegungen zu dem von @histrach skizzierten Phänomen möchte ich hier zusammenstellen.

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Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin