Doris Gutsmiedl-Schümann

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Doris Gutsmiedl-Schümann

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13 Minuten Lesezeit

Nachem wir zwei Beiträge über Archäologinnen, nach denen Straßen benannt wurden, veröffentlich haben, habt ihr uns auf Weitere aufmerksam gemacht. Daher folgt hier nun ein dritter Teil dieser Reihe, in den Erna Diez, Hanna Rydh und Sibylle Mertens-Schaaffhausen im Mittelpunkt stehen.

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort von Bedeutung waren: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

Doris Gutsmiedl-Schümann

10 Minuten Lesezeit

Im heutigen Beitrag möchten wir euch Elisabeth Schmid, die erste ordentliche Professorin für Ur- und Frühgeschichte in der Schweiz, vorstellen. Zugleich wollen wir diesen Beitrag dazu nutzen, um zu zeigen, wo sich Spuren früher Archäologinnen finden lassen.

Zu Elisabeth Schmid wurde bereits einiges publiziert; zudem gibt es einen ausführlichen Eintrag auf Propylaeum Vitae und in der Wikipedia: Daher ist sie ein gutes Beispiel, um die Vielfalt der Quellen, die für archäologisch arbeitende Frauen vergangener Zeit zur Verfügung stehen, aufzuzeigen. Zugleich ist sie in Deutschland wenig bekannt – daher hoffen wir, sie mit unserem Beitrag hier etwas bekannter zu machen.

Doris Gutsmiedl-Schümann

9 Minuten Lesezeit

Bei unseren Recherchen sind wir auch auf Straßen gestoßen, die nach archäologisch arbeitenden Frauen benannt wurden. Wer wurde wo auf diese Weise sichtbar gemacht? Hier folgt nun Teil 2 unserer Übersicht.

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort von Bedeutung waren: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

Doris Gutsmiedl-Schümann

11 Minuten Lesezeit

Bei unseren Recherchen sind wir auch auf Straßen gestoßen, die nach archäologisch arbeitenden Frauen benannt wurden. Wer wurde wo auf diese Weise sichtbar gemacht? Wir möchten hier eine – sicherlich unvollständige – Übersicht und einige Informationen zu diesen Frauen vorlegen:

„Straßenbenennungen dienen in erster Linie der Orientierung […] Darüber hinaus stellt die Benennung nach einer Person eine hohe Form der Ehrung durch die jeweilige Stadt dar“ heißt es in einer Handreichung des deutschen Städtetags zur Straßenbenennung aus dem Jahr 2021. Straßennamen erinnern im öffentlichen Raum an verstorbene Persönlichkeiten, die für den jeweiligen Ort Bedeutung hatten: Sie sind ein allgegenwärtiges, aber oftmals wenig beachtetes Medium der Erinnerungskultur. Straßennamen sind jedoch nicht nur eine hohe Form der Ehrung in Metall. Die aktuelle, vielerorts geführte Debatte um die Umbenennung von Straßen verdeutlicht vielmehr, dass es darum geht, mit wem und womit sich ein Ort identifizieren will.

Doris Gutsmiedl-Schümann

9 Minuten Lesezeit

Zum internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchten wir Eeuch heute die ersten Doktorandinnen in den Archäologien vorstellen.

Es war lange Zeit nicht selbstverständlich, dass Frauen und Mädchen studierenden durften – auch nicht in den Archäologien, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts als akademische Fächer an den Universitäten zu etablieren begannen. Erst seit dem frühen 20. Jahrhundert können wir in den archäologischen Fächern die ersten Studentinnen nachweisen. Da die reguläre Immatrikulation von Frauen an den meisten deutschen Universitäten noch nicht vorgesehen war, mussten sie sich als Gasthörerinnen einschreiben, und hatten dabei je nach Universität unterschiedliche Hürden zu überwinden. In der Regel mussten mindestens die Professoren der einzelnen Veranstaltungen, die die Frauen besuchen wollten, diesem Besuch zustimmen; manchmal mussten aber auch von der Fakultät oder der Universitätsleitung Genehmigungen eingeholt werden. Studieren war zudem teuer: Nur Frauen mit eigenem Vermögen oder aus begüterten Familien konnten sich ein Studium leisten. Regelabschluss eines Archäologiestudiums war damals die Promotion . Doch auch der Weg zum Hochschulstudium war für Frauen eigentlich nicht vorgesehen: Mädchen und junge Frauen waren von regulräer höherer Bildung ausgeschlossen, und konnten keine formalen Bildungsabschlüsse erreichen, die zum Studium berechtigten. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstanden durch private Initiativen Gymnasialkurse für Frauen, in denen sie sich darauf vorbereiten konnten, das Abitur als externe Prüflinge an regulären Gymnasien zu erwerben.

Doris Gutsmiedl-Schümann

7 Minuten Lesezeit

Vor 75 Jahren wurde die Kon-Tiki-Expedition, die im weiteren Sinne zur experimentellen Archäologie gerechnet werden kann, weltberühmt – und mit ihr die 6 Männer, die auf dem Balsa-Floß den Pazifik überquerten. Doch das 7., weibliche Mitglied des Expeditionsteams blieb im Schatten: Gerd Vold Hurum (1917-2004). Sie machte mit ihrem Organisationstalent und ihren vielfältigen Kontakten die Reise der Kon-Tiki erst möglich.

Zum Weltfrauentag 2022 titelte der Blog des Kon-Tiki-Museums in Oslo, Norwegen: „For 75 years the Kon-Tiki Museum have kept her a secret“ . Die Rede war von Gerd Vold Hurum, die heute wohl als Projektmanagerin der Kon-Tiki-Expedition bezeichnet werden würde.

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

Bereits 2011 und 2016 hatte ich auf Basis der Daten des Portals Kleine Fächer (www.kleinefaecher.de) Übersichten zu den Geschlechterverhältnissen auf Professuren in archäologischen Disziplinen erstellt. 2022 ist es nun Zeit für eine aktuelle Übersicht.

Für die aktuelle Zusammenstellung zu Professorinnen in archäologische Disziplinen habe ich wiederum die Daten vom Portal Kleine Fächer genutzt. Hier werden im Vergleich zu 2016 nun ein paar mehr archäologische Disziplinen gelistet. Die Fächer Ägyptologie, Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (in meinem Text von 2016: Mittelalterarchäologie), Christliche Archäologie, Klassische Archäologie, Provinzialrömische Archäologie, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie sowie Vorderasiatische Archäologie finden sich hier immer noch. Neu hinzugekommen sind Einträge zu Biblischer Archäologie, Archäometrie und Archäoinformatik. Hiervon wurde die Archäoinformatik als neuer Eintrag in das Diagramm 2022 übernommen. Da in den Diagrammen von 2011 und 2016 Professuren, die nun unter Biblischer Archäologie zu finden sind, unter Christliche Archäologie gerechnet wurden, habe ich für das Diagramm 2022 Biblische und Christliche Archäologie in einer Zeile zusammengefasst. Archäometrie ist im Diagramm 2022 nicht zu finden: Mit den vorliegenden Informationen ist es für mich nicht nachzuvollziehen, welche Stelleninhaber*innen hier auf unbefristeten Professuren tätig sind. Eine genauere Erklärung hierzu folgt weiter unten.

Rückblick auf das 4. Pandemiesemester:

Die Sicht der Studierenden nach Beginn der Vorlesungszeit

Doris Gutsmiedl-Schümann

8 Minuten Lesezeit

Nachdem die ersten 6 Wochen der Vorlesungszeit im 4. Pandemiesemester vergangen waren, wollte ich auch ein Stimmungsbild der Studierenden einholen. Hierzu habe ich eine digitale Pinnwand erstellt, auf der sie Kommentare hinterlassen konnten.

Vom 1. bis 8. Dezember 2021 habe ich den Studierenden in meinen Veranstaltungen die Möglichkeit gegeben, anonym auf einer Flinga-Pinnwand ein Stimmungsbild zum aktuellen Semester abzugeben. Hierzu habe ich zwei Fragen gestellt:

Wie haben Sie das Semester bisher erlebt? Welche Erwartungen haben Sie an die kommenden Wochen der Vorlesungszeit?

Doris Gutsmiedl-Schümann

4 Minuten Lesezeit

In den letzten Wochen, während des Wintersemesters 2021/2022, war es sehr ruhig auf meinen Blog. Ansonsten aber ist mein archäologisch-akademisches Leben alles andere als ruhig verlaufen: Das 4. Pandemiesemester habe ich als das bisher anstrengendste Pandemiesemester empfunden. Dafür gab es unterschiedliche Gründe.

Auf der einen Seite wurde von meiner Universität für das Wintersemester die grundsätzliche Rückkehr zur Präsenz und damit Lehre vor Ort als bevorzugtes Format festgelegt. Auf der anderen Seite zeigten die vom RKI seit dem Spätsommer veröffentlichten steigenden Zahlen von Covid-19-Infektionen, dass für das Wintersemester mit einer neuen Welle in der Covid-19-Pandemie zu rechnen war. Leider stieg die Impfquote in der gleichen Zeit nur langsam an, so dass absehbar war, dass die neue Covid-19-Welle im Winter eine Überlastungsgefahr für das Gesundheitssystem mit sich bringen würde. Noch vor dem Beginn des Wintersemesters stelle sich mir also die Frage, ob sich die angestrebte Lehre vor Ort für die Dauer der Vorlesungszeit überhaupt durchführen lässt, oder ob wir nicht doch wieder in die digitale Lehre wechseln würden.

Gedanken zum 4. Pandemiesemester:

Lehre vor Ort unter neuen Bedingungen

Doris Gutsmiedl-Schümann

5 Minuten Lesezeit

An vielen Universitäten wird für das nun beginnende Wintersemester 2021/2022 auf Lehre vor Ort gesetzt. Doch was oftmals als “Rückkehr zur Präsenz” bezeichnet wird, ist meines Erachtens eine völlig andere Art der Lehre vor Ort als vor dem Beginn der Covid-19-Pandemie.

Seit im Frühjahr 2020 Covid-19 auch nach Europa kam, und die universitäre Lehre innerhalb weniger Wochen nahezu vollständig auf digitale Formate umgestellt wurde, sind mittlerweile drei Semester mit weitgehend digitalem Studium vergangen. Bereits im ersten Pandemiesemester wurden schon nach wenigen Wochen Forderungen nach einer Rückkehr zur Präsenz laut, und diese Rufe sind auch in den folgenden Pandemiesemestern nicht verstummt.

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Über mich

Forschende - Lehrende - Archäologin | Prähistorikerin - Hochschuldidaktikerin